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dericum ducem Austrie ..... ipsumque nominamus eligendum in regem Romanorum in imperatorem promovendum.

Nos Ruodolfus comes palatinus Reni dux Bawarie nomine nostro ac reverendi in Christo patris domini Heinrici Coloniensis archiepiscopi sacri imperii per Italiam archicancellarii, habentes super hoc ab ipso domino archiepiscopo plenam et liberam potestatem, consentimus in illustrem principem dominum Fridericum ducem Austrie ..... ipsumque nomine quo supra nominamus eligendum in regem Romanorum in imperatorem promovendum.

Nos Ruodolfus dux Saxonie consentimus in illustrem principem dominum Fridericum ducem Austrie .... ipsumque nominamus eligendum in regem Romanorum in imperatorem promovendum.

Quibus legittime sic peractis nos Ruodolfus comes Palatinus predictus de voluntate et mandato speciali dictorum coelectorum nostrorum et cuiuslibet eorumdem dominum Fridericum ducem Austrie ..... elegimus in hunc modum. Es folgt der Kürspruch.

Mit voller Deutlichkeit ergibt sich aus den genau übereinstimmenden Berichten der Wahldekrete für Heinrich und Ludwig, daß man drei verschiedene Akte unterschied: 1. die beratenden Verhandlungen, tractatus, deliberatio, deren Resultat ist, daß die Versammelten eine bestimmte Person als Kandidaten ins Auge fassen (intuitum convertere in N.); 2. Abstimmung über den zu Wählenden (inquisitio votorum) mit dem Resultat der Nominatio; 3. die feierliche Kur in der Form der electio per unum, die uns zum ersten Male deutlich bei der Wahl Rudolfs von Habsburg entgegentritt und in der Weise vorgenommen wurde, daß nach der Einigung der Wähler über die Person des zu Kürenden alle Wähler auf einen unter ihnen kompromittierten und diesem dann Auftrag und Vollmacht gaben, die feierliche Kur in seinem und ihrer aller Namen zu vollziehen. Nicht erwähnt wird in dem Dekret für Friedrich die conversio intuitus, so daß hier die Vereinigung aller Stimmen (vota) auf den Kandidaten als das unmittelbare Ergebnis der Verhandlungen erscheint. In Wahrheit wurde damit nur ein minder wichtiges, weil selbstverständliches Zwischenglied, ausgeschaltet. Die Beratungen hatten selbstverständlich nur den Zweck, eine

Empfohlene Zitierweise:
Karl Zeumer: Die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. (Teil 1). Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1908, Seite 201. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zeumer_Die_Goldene_Bulle.pdf/219&oldid=3412881 (Version vom 1.8.2018)