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 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein’n Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß ewig sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren.

 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir: du hasts allein in Händen; und wem dus gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben, noch ererben durch Werke dein Gnad, die uns errett vom Sterben.

 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o HErr Christ, dem Schwachen. An deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoßen; du kannsts maßen[1], daß mirs nicht bringt Gfähr. Ich weiß, du wirsts nichts laßen.




12.

 Jesaia, dem Propheten, das geschah, daß er im Geist den HErren sitzen sah auf einem hohen Thron,


  1. d. i. Maß und Ziel setzen.
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Wilhelm Löhe: Betbüchlein für Kinder. S. G. Liesching, Stuttgart 1846, Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wilhelm_L%C3%B6he_-_Betb%C3%BCchlein_f%C3%BCr_Kinder.pdf/65&oldid=- (Version vom 20.11.2016)