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Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu.

 5. Ein fröhlich Urständ[1] mir verleih, am jüngsten G’richt mein Fürsprech sei, und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk. Wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir:

 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich: wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er schon hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt;

 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er denn mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich! Dazu hilf uns ja gnädiglich.

 8. Ach HErr! vergib all unsre Schuld! Hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich, bis wir einschlafen seliglich.

Paulus Eber. 





  1. Urständ, d. i. Auferstehung; Fürsprech, d. i. Fürsprecher.
Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Löhe: Betbüchlein für Kinder. S. G. Liesching, Stuttgart 1846, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wilhelm_L%C3%B6he_-_Betb%C3%BCchlein_f%C3%BCr_Kinder.pdf/61&oldid=- (Version vom 20.11.2016)