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Seite:Von den Teutschen Schulen in Nuernberg.pdf/14

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10 bis 12jährigen Expectanzzeit sich vom Informiren ernähren müssen, wäre es wohl so schwer nicht, eine oder die andere Unterrichtsanstalt, die unsern Zeiten angemessen ist, zu Stand zu bringen, und dieselbe mit diesen Expectanten zu besetzen. Mancher derselben würde auch wohl statt eines Pfarramts diesen Stand auf immer wählen und sein pädagogisches Talent benutzen. Der Unterricht im Schreiben und Rechnen möchte den bisherigen Schreib- und Rechenmeistern überlassen bleiben, da sie in demselben noch am ersten Nutzen schaffen können, und noch jetzt gute Lehrmeister hierin unter ihnen sind. Wahre Geschicklichkeit würde aber allen Zunftzwang entbehrlich machen. Da die Lehrer in den Armenkinderschulen nicht zünftig sind, so gibt es manchmahl wegen des Privatunterrichts, welchen dieselben geben, mit ihnen Zunftstreitigkeiten. – Die Schreib- und Rechenmeister haben das Prädicat: Erbar, Wohlgelehrt, und Kunstberühmt.

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Der Unterricht, der in diesen Schulen ertheilt wird, betrifft das Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Schüler und Schülerinnen sind in Abcschüler, Buchstabir- und Leseschüler abgetheilt. Zum Abclernen ist noch keine der bessern Fibeln eingeführt, an

Empfohlene Zitierweise:
Anonym: Von den Teutschen Schulen in Nürnberg in: Journal von und für Franken, Band 1. Raw, Nürnberg 1790, Seite 403. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Von_den_Teutschen_Schulen_in_Nuernberg.pdf/14&oldid=- (Version vom 1.8.2018)