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In Bezug auf lothringische Gaue, soweit sie auf Nr. I, II dargestellt sind, gaben mir die Herren Archivar Piot in Brüssel, dessen Geographie der belgischen Gaue leider noch nicht gedruckt ist, Dr. Bormann und Dr. Polain in Lüttich, Archivar Dr. Eltester in Coblenz, Professor ausm Werth in Bonn und der historische Verein in Utrecht bereitwillig die erbetene Auskunft. Für die sächsischen und sclavanischen Gaue erhielt ich Beihülfe vom historischen Verein zu Bremen, der mir durch Mittheilung eines für mich ausgearbeiteten Memoirs über die Gaue der Bremer Diöcese die Anregung gab, diese Gaue nochmals zu prüfen, und von den Herren Generalconsul Dr. Schumacher in Santa Fé de Bogotá (nach ihm der Gau Unimoti); Geh. Archivrath Dr. Wilmans (ich verdanke ihm die richtige Lesart der Urkundenstelle, aus der die Ausdehnung des Gaues Tilithi erhellt); Archivar Dr. Ed. Jacobs in Wernigerode; Professor Dr. Crecelius in Elberfeld und D. Meyer in Osnabrück (über die hier zuerst aus den Werden’schen Urkunden dargestellten Gaue); Bibliotheksrath Dr. H. Böttger in Hannover; Oberbibliothekar Dr. v. Heinemann in Wolfenbüttel (über die sclavanischen Gaue von Anhalt); Pastor A. Fraustadt in Luppa (über die Gaue Meissener Diöcese), und Geh. Archivrath Dr. Lisch in Schwerin (über Mecklenburger Gaue).

Ich habe die Mittheilungen dieser Vereine und Herren dankbar benutzt.

Ich bitte um Zusendung etwaiger neuerscheinender Aufsätze, die zur Berichtigung der Gaukarten dienen könnten.


Nr. XII. Deutschland nach seiner kirchlichen Eintheilung von der Mitte des XI. Jahrhunderts bis zur Reformation. Mst. 1 : 3 700 000. – Nebenkarten (Mst. 1 : 14 800 000): 1. Deutschland nach seiner kirchlichen Eintheilung um 750. 2. Deutschland nach seiner kirchlichen Eintheilung 840. 3. Deutschland nach seiner kirchlichen Eintheilung um 1000. Von Th. Menke.

Die Archidiaconatsregister, so weit sie aufzutreiben waren, verglichen mit den namentlich seit dem dreizehnten Jahrhundert häufigen Urkundenangaben über Zugehörigkeit von Orten zu bestimmten Diöcesen, so weit ich sie aufgefunden habe, bilden die Grundlage der Karte und rechtfertigen die ziemlich erheblichen Abweichungen von der früheren Ausgabe.

In Bezug auf die Diöcesen der nördlichen Marken bin ich den Herren Archivar Dr. Eduard Jacobs in Wernigerode und. Reg.-Rath von Quast für ihre Mittheilungen dankbar verpflichtet. Piot’s Abhandlung über die Diöcese Tournay hatte der Herr Verfasser die Freundlichkeit mir mitzutheilen.

Die Diöcesen Metz und Toul lassen zu wünschen übrig. Die Archidiaconatsregister derselben waren mir nicht zugänglich.

Auch für Böhmen und Mähren fehlte mir genügendes Material.

Für die kleinen Bisthümer der Salzburger Diöcese verdanke ich Copien des ihre Begrenzung ergebenden ungedruckten Materials der Güte des Herrn Majors Felicetti von Liebenfelss in Graz.

Genauere Angaben über die Begrenzung der bisher unbeachtet gebliebenen Posen’schen Enclaven an der Weichsel, sowie Angaben über die Grenzen des in Italien fallenden Theiles von Aquileia würden mir sehr willkommen sein.

Die beiden ersten Nebenkarten dienen zur Erläuterung von Rettberg’s trefflicher Kirchengeschichte, die leider nicht bis zu der in der dritten Nebenkarte vorgeführten Periode fortgesetzt ist.

Der Irrthum, dass Mähren im Jahre 1000 noch zu Passau statt zu Prag gezogen wurde, konnte leider auf der Platte nicht mehr berichtigt werden.


Empfohlene Zitierweise:
Theodor Menke, Karl Spruner von Merz u. A.: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit . Justus Perthes, Gotha 1880, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Spruner-Menke_Handatlas_1880_Text.pdf/34&oldid=- (Version vom 28.11.2016)