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Links: Kelchartige Helmkanne auf rundem Fuß, am Henkel oben ein Sphinxkopf, unter dem Ausguß eine Maske, die Kanne ist durch Ringe in drei Zonen gegliedert, von denen die untere ganz, sowie die mittlere Zone und der Fuß am Rand mit Laub- und Bandwerk getrieben und ziseliert sind. Der in bewegter Form verjüngt aufsteigende Fuß hat einen wagrecht gerippten Knauf zwischen zwei glatten Hohlkehlen. – Am Rand hinten die Marken R 512, nach R vielleicht des Augsburger Meisters Daniel Schlesinger. (H. 29 – IV. 156.)


Mitte: Kelchartige Helmkanne auf rundem Fuß, auf dem Henkel eine weibliche Büste, unter dem Ausguß eine weibliche Maske. Die Kanne ist durch Ringe in drei Zonen gegliedert und noch durch senkrechte Kanten in Felder geteilt. Der Körper und der Sockel mit Bildnismedaillons besetzt und mit Bandwerk graviert und gepunzt. Der ähnlich wie nachher ansteigende Fuß hat zwischen gerippten Hohlkehlen einen senkrecht profilierten Knauf mit Medaillen zwischen gravierten Gliedern. – Am oberen Rande unter dem Henkel die Beschaumarke von Augsburg und die Meistermarke R 513. Dazu Gegenstück. (H. 32 – IV. 129.)


Rechts: Kelchartige Helmkanne auf passigtem Fuß von vergoldetem Silber. Die Kanne ist ähnlich wie vorher wagrecht und senkrecht gegliedert und mit gravierten Gehängen in Bandwerk verziert. Der gegossene Henkel ist nur mit einem Rollkopf erhöht. Der ähnlich ansteigende Fuß ist an den von einer Hohlkehle unterbrochenen Wölbungen graviert. Der Knauf ist entsprechend dem Fußrand passigt gegliedert. Am Rand in der Nähe des Henkels, und auf dem Rande des Sockels die Beschaumarke von Augsburg und die Meistermarke PST, R 3834, vermutlich Paul Steber, gest. 1716. (H. 26 – IV. 298.)