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 Omzug.

Dui Wohnong, wo mer jetzet hent,
Isch z’ kloi an älle Eck und End,
A Johr lang schwätzt mer scho drom rom:
Mer ziaget om, mer ziaget om. –

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Ond äls verschiabt mer wieder ’s Ziaga;

Mer woiß jo, ’s isch grad koi Vergniaga. –

Doch endlich hemmer’s brocht so weit,
D’r Hausherr hot sich net grad gfreit, –
Seit mir hent kendicht, guckt der Ma

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Ons älle mit koim Aug meh a, –

Mir isch dees wurscht, jedoch mei Alta,
Dui ka ihr Wuat kaum bei sich b’halta.

Jetzt fangt druf ’s Wohnongssuacha a,
Mei Alta duaht drenn, was se ka,

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Trepp uf, Trepp ab, von friah bis schpot,

Uf d’ Wohnongsuachete se goht. –
Zom Kocha kommt se bloß no äls,
Oft gibts bloß Kaffee, Brot ond Gsälz.

Ond so mit ällem Hen ond Her,

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Do fallt bekanntlich d’Wahl oft schwer;

Wia oft secht net mei Weib: „Du, Ma,

Empfohlene Zitierweise:
Otto Keller: Schnitz ond Zwetschga!. Julius E. G. Wegner, Stuttgart 1917, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Schnitz_ond_Zwetschga_(Otto_Keller).pdf/33&oldid=- (Version vom 1.8.2018)