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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/58

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Wege heim. Als der Jäger nach Haus kam, kroch es schon wieder auf allen Vieren in der Stube herum in seinem Büffelochsenfell, brachte ihm die Pantoffeln und zog ihm die Stiefel aus. Dabei that es einen Fehltritt, und weil es in der Eile heute das Büffelochsenfell noch nicht ordentlich befestigt hatte, so fiel ihm das vom Leibe und das Mägdlein lag in der goldnen Kleidung da. Da hieß der Jäger es aufstehen, als einer schönen Jungfrau geziemt, und nicht mehr auf Vieren gehen, und lud am andern Tage alle die Hochzeitsgäste zu sich und freite sie.


11. Wache, Wache, Ronde raus!

Ein König hatte viele schmucke Soldaten, die marschirten um das Schloß her in Reih und Glied und achteten auf jeden Wink, aber die Königstochter lag im Schlosse auf ihrem Lager und war krank und elend, und das that dem König gar weh, denn sie war sein einziges Kind. Sie sagte aber zu ihrem Vater: „Wenn ich zwölf Jahr alt bin, dann muß ich sterben, dann laß mich aber nicht begraben, sondern den Sarg laß in die Kirche hinter den Altar bringen und eine Wache daneben stellen.“ Es geschah auch, wie sie voraus gesagt hatte, das Mägdlein starb, als es zwölf Jahr alt war, der König aber ließ einen kostbaren Sarg fertigen, legte seine Tochter hinein und stellte ihn in die Kirche hinter den Altar. Neben den Sarg der todten Königstochter ward aber ein schmucker junger Soldat gestellt. Als der nun in der

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Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 42. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/58&oldid=- (Version vom 1.8.2018)