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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/251

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und geistlicher Volkslieder bibliographisch näher bezeichneten, in meinem Besitz befindlichen Bande fliegender Blätter, unter Nr. 128 findet und aus 7 Strophen besteht. Die drei ersten lauten:

„Ein Schneiderlein das reisen soll,
Weint laut und jammert sehr:
Ach Mutter, lebet ewig wohl!
Ich seh Euch nimmermehr!
Die Mutter weint entsetzlich:
Das laß ich nicht geschehn!
Du sollst mir nicht so plötzlich
Aus Deiner Heimath gehn.
Meckmeckmeck dideldumdei,
Der Schneider ist noch funkelneu.

Ach Mutter, ich muß fort von hier!
Ist das nicht jämmerlich?
Mein Söhnchen, ich weiß Rath dafür!
Verbergen will ich Dich.
In meinem Taubenschlage
Verberg ich Dich, mein Kind,
Bis Deine Wandertage
Gesund vorüber sind.
Meckmeckmeck dideldumdei,
Der Schneider ist noch funkelneu.

Mein guter Schneider merkt sich dies
Und that als ging er fort,
Nahm täglich Abschied und verließ
Sich auf der Mutter Wort.
Des Abends nach dem Glockenschlag
Stellt er sich wieder ein,
Und ritt auf einem Geisenbock
Zum Taubenschlag hinein.
Meckmeckmeck dideldumdei,
Der Schneider ist noch funkelneu.“
 u. s. w.

Nr. 53. Der beschämte Bäckermeister. Klingt an eine orientalische Erzählung, in 1001 Nacht, an.

Nr. 63. Barrabas. Folgende schöne Variante wurde mir noch so eben am Fuße des Brockens bekannt. Ein Frachtfuhrmann bricht ein Rad, ein schwarzes Männchen hilft ihm. Dafür soll er ihm seinen Sohn, als der

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 235. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/251&oldid=- (Version vom 1.8.2018)