Hauptmenü öffnen

Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/246

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

vor ihm herausgezogen; die drei Officiere eilen mit ihnen dem König zu und lassen ihn darin; er findet aber zuletzt die Kronen der Prinzessinnen noch in der Grube (Übergang in die Sage von der Roßtrappe) und dann auch, wie in einer der andern Fassungen, ein Horn. Als er in dieses bläst, erscheint ein Mönch und bahnt, zur Hülfe aufgefordert, immer den schönsten Weg vor ihm her. Nachher sollen die Officiere, ehe sie sich mit den Prinzessinnen verheirathen können, erst drei Kronen liefern. Der Gemeine verspricht, unerkannt, sie ihnen zu schmieden, schiebt aber die ursprünglichen Kronen unter. Dann stößt er noch in’s Horn und der Mönch liefert ihm ein Heer, dem der König ein anderes Heer entgegenstellt. Zuletzt versöhnen sich beide so, daß der Gemeine eine der Königstöchter bekommt; die Officiere werden getödtet. – Ein Gänsehirt aus dem Thale und der Roßtrappe sehr nahen Elbingerode erzählte das Märchen auf folgende Art. Drei Königstöchter wurden von den Riesen gestohlen und seine Diener, darunter der Hans-fürchte-dich-nicht, zogen aus, sie wieder zu suchen. Sie kamen in eine Hütte im Walde, darin sagte ihnen eine Einsiedlerin, daß sie im selben Walde einen Zwerg treffen würden, der sie weiter zeigen würde. Auf einem grünen Platze trafen sie den Zwerg, der sagte ihnen, daß sie in einen Schacht hinein „in die Unterwelt“ steigen müßten. Sie kämen zuerst in die furchtbare Hitze, dann in die furchtbare Kälte, beides veranlaßt dann wirklich zwei Diener, sich wieder aus dem Schacht heraufwinden zu lassen; nur Hans gelangt glücklich in die „Unterwelt.“ Er kommt gerade auf eine Chaussee zu stehen, diese führt nach einem Schlosse, worin die eine Prinzessin sich befindet. Sie labt ihn, versteckt ihn, der Riese aber wittert den Menschen und will ihn zerdrücken „wie warm Blut.“ Hans springt von selbst hervor, der Riese will ihn mit seinem eisernen Stabe „durchschießen,“ der fährt forbei und tief in die Erde, Hans haut den Riesen dabei durch

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 230. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/246&oldid=- (Version vom 1.8.2018)