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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/179

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zum Himmelsthor hinaus; die ganzen Todten ließ er wieder in die Gefangenschaft in ihre Gräber bringen, den Mond aber nahm er ihnen fort und hing ihn oben am Himmel auf.


40. Die Länder Knötchenbach, Kuhreibtsich, Katzenklapperich und Lammfälltsich.

In meiner Jugend faßte ich den Entschluß, die Welt zu besehen. Ich bestieg also ein Luftschiff und entdeckte am dritten Tage die Landschaft Knötchenbach. Da gab es eine große Menge Fische, die gingen dort frei auf dem Felde spazieren. Auch ein großer Wallfisch war darunter, der ging aber nicht zu Fuß, sondern kam zu Pferde daher geritten. Er redete mich ganz freundlich an und fragte, was ich für ein Landsmann sei, wurde aber dann zornig und drohte mich zu verschlingen, wenn ich nicht binnen vierundzwanzig Stunden das Land Knötchenbach verließe. Da sprach ich: „ich werde handeln nach Ihrem Befehl, Herr Wallfisch!“ denn ich sage Euch, ein Wallfisch zu Wasser ist ein gefährliches Thier, aber einer zu Lande ist noch viel größer. Als ich seinen Befehl zu befolgen bereit war, wollte er mir noch einen goldenen Ring schenken. Ich konnte ihn aber leider nicht tragen, denn er enthielt fünfzig Fuß im Durchmesser und war dreitausend Pfund schwer.

Nun lebe wohl, Herr Fisch! Ich setze mich wieder in mein Luftschiff und fahre davon. Nach drei Tagen entdeckte ich die Landschaft Kuhreibtsich, da war allerlei

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 163. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/179&oldid=- (Version vom 1.8.2018)