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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/137

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und jedesmal noch einige Klafter tief in die Erde hineinfuhr. Danach hatte er ihn aber jedesmal sogleich wieder in der Hand. Als die Leute das hörten, strömten sie in Schaaren herbei und sahen bei der Arbeit zu, bestellten auch viel kunstreiche Dinge. Des Abends aber versuchte Johannes der Bär auf dem Horn zu blasen, das er mitgebracht hatte, und so wie er das erstemal hineinstieß, kamen sogleich viele Zwerge an und fragten was er befehle. Da sprach Johannes der Bär: „Die drei Prinzessinnen sind krank, weil sie den Stern, den Mond und die Sonne nicht haben, die ihnen in ihren Höhlen geleuchtet. Darum holet heute der ersten einmal ihren Stern und hängt ihn in der Nacht ihr vor’s Fenster.“ Das thaten die Zwerge sogleich und weil er nun des Horns Eigenschaften wußte, rief er sie den andern Tag wieder und ließ sie den Mond vor das Fenster der zweiten Prinzessin und den dritten Tag die Sonne vor das Fenster der dritten Prinzessin hängen. Von Stund’ an wurden dann die Prinzessinnen gesund.

Einst kamen auch die zwölf Riesen vom Königshofe in die Schmiede, erkannten aber den Johannes der Bär nicht, weil er anders gekleidet war als da sie ihn kannten. Eines Tages verlangten sie von ihm, er solle mit nach dem Königsschlosse kommen und drei kostbare Kugeln schmieden, die eine von Silber, die andere von Gold und die dritte von Diamanten; die Königstöchter hatten aber versprochen, sich drei von ihnen zu Männern auszuwählen, wenn sie ihnen so kostbare Kugeln herbeischafften, als sie früher gehabt hätten.

Johannes der Bär versprach die Kugeln zu schmieden, steckte die Kugeln, die er von den Prinzessinnen

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 121. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/137&oldid=- (Version vom 1.8.2018)