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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/125

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so ward ihm die Zeit lang und er legte zum Zeitvertreib einen Schraubenstock an. So vergingen vier Wochen, und eines Nachts wollte der Schlossergesell so eben ein Stück Eisen einspannen, als der Geist hereintrat. Die Violine war nicht dort und als der Geist auf ihn losfuhr, lief er immer um den Schraubenstock herum. Dabei verfolgte ihn der Geist und streckte immerfort die Hände nach ihm aus, war aber so ungeschickt, daß die ausgestreckten Finger seiner rechten Hand zwischen den Schraubenstock geriethen.

Als der Schlossergesell das sah, spannte er ihn sogleich fest. Der Geist aber bat, daß er ihm doch eine Stelle im Schlosse anweisen möchte. Da sprach der Schlosser: „Du gehörtest freilich in’s rothe Meer, jedoch ich will’s gut mit Dir meinen und Dich hier gegenüber in den Schloßgarten bannen.“ Da ging der Geist in den Schloßgarten und der Schlossergesell bekam die Prinzessin zur Frau.

Lange Zeit mieden sie des Geistes wegen den Schloßgarten und waren schon viele Jahre verheirathet und hatten drei Kinder, da wünschte einst die Prinzessin mit ihrem Manne und ihren Kindern im Schloßgarten spazieren zu fahren. Sogleich wurden vier prächtige braune Hengste vor den Wagen geschirrt und sie stiegen mit einander ein. Alsbald kam der Geist herbei und wollte den, der ihn in den Schloßgarten gebannt hatte, erwürgen. Allein da die vier muthigen Braunen die lange weiße Gestalt erblickten, bäumten sie sich auf den Hinterfüßen empor und streckten die Vorderfüße aus. Als der Geist die ausgestreckten Vorderfüße erblickte, meinte er, die Braunen wären vier Schraubstöcke, die der Schlosser

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 109. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/125&oldid=- (Version vom 1.8.2018)