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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/112

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erwarten die neueste Post aus Spanien, denn der König von Spanien hat Krieg.“ „Ich will eure Neugier befriedigen, ihr sollt die allerneueste Nachricht haben, noch warm wie eine gebratne Taube,“ sagte der Dumme. Er legte sein Hörrohr an und hörte, wie der König von Spanien, der hart bedrängt war, jämmerlich um Hülfe rief, auch dem, der ihn aus seiner Noth erretten würde, seine Tochter versprach. Da vergaß er Alles um sich her, zog seine Uhr aus der Tasche, schob den einen Zeiger herum und sogleich kamen zehntausend Mann Soldaten an, daß die Neugierigen erschreckt auseinander stoben. Da blies er auch noch in die Flöte, daß die fünfhundert Musikanten ankamen, hieß sie einen Marsch anstimmen, führte sein Heer dem König von Spanien zu Hülfe und befreite ihn aus den Krallen seiner Feinde. Da stellte der König von Spanien sogleich die Hochzeit an und der Bauernsohn erbte nach seinem Tode das Reich.


24. Der große Peter.

Es waren einmal drei Brüder, ein Tischler, ein Schuhmacher und ein Schneider, die reisten mit einander. Eines Abends sahen sie ein Licht von Ferne schimmern, darauf gingen sie zu und kamen an ein Haus. Darin war Niemand, als sie aber durch drei Zimmer gegangen waren, fanden sie im dritten einen gedeckten Tisch, drei Teller und schöne Speisen. Daneben lagen Messer und Gabel und auf dem Tische standen drei Flaschen Wein, auch waren drei Betten bereit. Der Tischler und der

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 96. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/112&oldid=- (Version vom 1.8.2018)