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Seite:Proehle Maerchen fuer die Jugend.pdf/108

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Als Grafs-Heinrich über’s Meer gefahren war, wollte er zu seinen Eltern gehen, aber er erkrankte unterwegs. Da las er das Schild, woran geschrieben stand, daß hier Kranke gepflegt würden, und trat hinein. Die Prinzessin erkannte ihn seiner Krankheit halber nicht sogleich wieder, nahm ihn aber bereitwillig auf und heilte ihn selbst, denn sie war nun in der Heilkunst sehr erfahren. Einst brachte sie ihm in seiner Krankheit einen Fisch zu essen, und als er diesen aufschnitt, fiel ihm der Ring der Königstochter in die Hand, den hatte der Rabe in’s Wasser fallen lassen und der Fisch verschlungen. Sobald er den Ring in der Hand hielt, erkannte er auch, daß seine Verlobte vor ihm stand. Alsbald wurde er völlig gesund und die Hochzeit ward angestellt, dann aber zogen sie zu der Mutter der Prinzessin, die war voller Freuden, als sie ihre Tochter wiedersah, verzieh ihnen und übergab ihrem Schwiegersohne die Regierung.


22. Der gute und der böse Geist.

Es war einmal ein Grafensohn, dessen Eltern waren früh gestorben und hatten ihn arm in der Welt zurückgelassen. Als der heranwuchs, wollte er sehen, ob er nicht nach seinem hohen Stande zu Ehren und Vermögen gelangen könnte und zog darum aus in die Welt. Er gelangte aber in einen Wald, da brach ein starkes Gewitter über ihn herein und er suchte Schutz in einer alten Ruine. Da that es plötzlich einen gar starken Schlag und schlug die eine Mauer auseinander. Als

Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Pröhle: Märchen für die Jugend. Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle 1854, Seite 92. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Proehle_Maerchen_fuer_die_Jugend.pdf/108&oldid=- (Version vom 1.8.2018)