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der Liebe zur wahren, nicht geheuchelten Gottes- und Christus-Verehrung! – Aber wie traurig sind gewöhnlich solche neu angelegte Predigerstellen nur zur Ernährung einer einzigen Person eingerichtet; und nun heyrathet meistentheils der junge Mann, bleibt öfters, wenn er nicht besondere Protection, Gönner oder Geld und Freundschaft hat, 8 – 10 – 12 – 16 Jahre, mit einer zahlreichen Familie auf einer solchen Stelle sitzen, stirbt wohl gar für Kummer über seine harmvolle Lage, und der Staat erhält nun einen Zuwachs von Bettelpfarrwittwen und Pfarrers-Waisen! Wie aufmerksam sollte hierbey nicht jedes Consistorium seyn, und reiflich überlegen, ob es gut und nützlich sey, die geistlichen Stellen zwar zu vermehren, aber auch dem einen Theil ein Stück seiner Besoldung zu entziehen. Aus diesen Gründen würde ichs, wenn ich nahe um diesen guten Prinzen wäre, ihm widerrathen.


10.
Aus Wirzburg. 

 An die Stelle des ehemahligen Lehrers am Julius-Spitalischen Studenten-Museum, nun Regierungs-Registrators, Herrn Schmidt, ist dessen Zögling, Herr Fech, befördert worden; ein Mann, der durch unermüdetes Studiren und wichtige Reisen, besonders durch seinen Aufenthalt bey Herrn Kanzler Betz in Bruchsal, sich mit vieler Gelehrsamkeit und Menschenkenntniß zu bereichern Gelegenheit hatte, und bey seinem guten moralischen Charakter

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 5. Raw, Nürnberg 1792, Seite 122. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_5,_1).pdf/12&oldid=- (Version vom 1.8.2018)