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Er muß auch schwören, daß er will die Protestanten schützen,
Den Catholicken wird er so als Catholick gern nützen.
Die Fürsten mit der Chur bekrönt erwählen diesen Kaiser,
Drey Erzbischöffe sind dabey, fünf weltlich hohe Häuser.
Wer aber sind die andern Herrn, die nicht den Kaiser wählen?
Viel Bischöff, Fürsten, Grafen auch Freystädt kanst du zehlen.
Es gibt auch Ritter in dem Reich die große Freyheit haben
Sie wohnen weit und breit am Rhein in Franken und in Schwaben.
Es gibt auch Dörfer in dem Reich, die haben keinen Herren
Als nur der Kaiser und der Voigt muß nur der Bosheit wehren.
Mainz, Trier, Cöln, auch Böhmen, Bayern, Sachs, Brandenburg, Hannover mit
Setz Östreich zu, das sind die Herrn die hab’n den ersten Ritt.
Wien das Haupt der deutschen Städte, Prag sehr groß, doch schlecht bewohnt.
München, Dreßden, Residenzen. Leipzig wo viel Gutes thront.
Schau Berlin sehr groß und schöne. Breßlau in der Handlung stark.

Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 5. Raw, Nürnberg 1792, Seite 120. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_5,_1).pdf/10&oldid=- (Version vom 1.8.2018)