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möglich! vielleicht hat die Liebe, die in dem Ringe steckt, auch noch nicht gerostet. Vielleicht bewahret die Liebe so gut für Rost als das Salz vor Fäulniß. Das schön geputzte Kind stehet übrigens noch auf dem Altare der Ursulinerinnen, wie ehemahls; und vielleicht wirft auch noch manche andächtige Seele bey der gedachten 9 tägigen Andacht einen liebevollen Blick auf das reizende Kind. Die Ehre hat es aber gewiß noch nicht gehabt, daß man wegen desselben eine besondere Andacht veranstaltet hätte.


20.
Aus dem Wirzburgischen.

 Eine Geschichte à la Anian hat sich erst kürzlich bey den P. P. Franciscanern mit ihrem Bruder Gärtner ereignet. Nähere Nachricht werde ich Ihnen nächstens mittheilen.

 Als Pendant gehört dazu der Lector eben dieses Klosters, der die Einwohner Biebergaus, eines Dorfes zwischen Dettelbach und Wirzburg, durch eine fanatische Predigt beynahe in Bürgerkrieg gegen einander verwickelt hätte.


21.

 Den 2ten März Nachts 12 Uhr weckte die Sturmglocke die noch sicher im ersten Schlafe liegenden Bewohner zu Höfstädten bey Sonnenfeld, und des dasigen Krämers Paul Christoph Feig Hausstand in vollen Flammen, welches auch, sammt dem

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 4. Raw, Nürnberg 1792, Seite 389. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_4,_3).pdf/15&oldid=- (Version vom 1.8.2018)