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 Der verstorbene Consistorial-Assessor war zuerst Pfarrer in Buchau und nachher zu Berndorf bey Thurnau gewesen.

 Die im Jahr 1786. herausgekommene zweyte vermehrte Auflage des Thurnauischen Gesangbuchs ist von ihm besorget worden.


11.

 An den Folgen eines Schlags verschied zum höchsten Leidwesen seiner betrübten Familie am 2 Dec. 1791 Herr Pfarrer Kempf zu Heubach bey Eisfeld. Er war ein wackerer Mann und ein vorzüglich guter Redner. An seine Stelle kommt Herr Pfarrer Schorges, der beynahe seit 16 Jahren Pfarrer zu Neustadt auf dem Walde war. Nach Neustadt wurde Herr Candidat Jacobi von Eisfeld berufen.


12.

 In dem Wirzburgischen Oberlande, das heißt in der Gegend von Mellrichstadt, Neustadt an der Saal, Münnerstadt, Königshofen im Grabfelde und in den diesen Städtchen zu nächst liegenden Dörfern wird schönes, zum Theil ungemein schönes Getraid aller Art gebauet, und die Becker backen demungeachtet das allerelendeste Brod, das nur zu denken ist. Woher mag dieses kommen? An dem Getraide kanns nicht liegen. Es ist gewiß so gut als das Getraid der Becker in Haßfurt, Gerolzhofen und Volkach, die allgemein wegen des schönen weisen Brods bekannt sind, das sie backen. Verursachts die Pottasche, oder Venetianische S– deren sich erstere bedienen sollen: so fragt sich, ausser dem Verderb des Brodes, den sie alsdenn dadurch erwirkten, ob diese Mittel auch für die Gesundheit unschädlich seyen. Die Sache verdient gewiß die ganze Aufmerksamkeit der Polizey.


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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 4. Raw, Nürnberg 1792, Seite 128. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_4,_1).pdf/6&oldid=- (Version vom 1.8.2018)