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8.
Anspach im September.

Die Parforce-Jagd ist aufgehoben worden, und die dabey angestellt gewesenen Piqueurs hat man auf die Forsteyen verlegt, damit sie sich im übrigen Jagdwesen die nöthigen Kenntnisse erwerben, und einst als Wildmeister angestellt werden können. Bis dahin behalten sie ihr Gehalt; und jeder erhielt ein Pferd zum Geschenk, jedoch ohne Fourage.

Die herrschaftliche Fasanerie hatte gleiches Schicksal. Ein Theil der Fasanen wurde sogleich abgeschafft, ein geringerer Theil derselben aber in die Feuchtlach, (eine Waldung nahe bey der Residenz gegen Triesdorf) verlegt, um sich daselbst fortzupflanzen: welches aber von diesem zarten Federvieh um so weniger zu hoffen seyn dürfte, da es bisher gewohnt war, seine Nahrung nicht selbst zu suchen, sondern solche von dem herrschaftlichen Fasanenmeister zu erhalten, welcher auch mit Beybehaltung seines Gehalts zur Ruhe gesetzt ist. Gegenwärtig ist die ruhmwürdige Bemühung des menschenfreundlichen dirigirenden Herrn Ministers auf Verminderung des Wildes gerichtet, und man hat schon in einigen Gegenden den Anfang mit Wegschießen des allzuhäufigen Wildprets gemacht.


9.
Lichtenfels d. 22. Aug.

Gestern wurde hier ein Jüngling von etwa 18 bis 20 Jahren eingezogen, der sich einige Tage hier aufgehalten hat, durch Steckbriefe aber verfolgt und aufgesucht wurde. Sein angebliches

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 3. Raw, Nürnberg 1791, Seite 367. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_3,_3).pdf/4&oldid=- (Version vom 1.8.2018)