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Ruf in seine Vaterstadt Halle bekommen, indem ihm die Stelle eines Vicedirectors der dortigen Universität mit 800 Rthlr. Besoldung, und der Hoffnung, nach dem Tode des jetzigen Directors, Hrn. Geh. Rath Nettelbladts, in dessen Würde und Gehalt einzurücken, angeboten worden ist. Um denselben wegen dieses Rufs zu entschädigen, und bey der Erlangischen Universität beyzubehalten, ist seine bisherige Besoldung von 600 Rthlr. auf 1000 Rthlr erhöhet worden, mit der Versicherung, daß demnächst noch eine weitere Gehaltsvermehrung erfolgen soll.


18.

 Bey dem von des Herrn Fürsten von Hohenlohe Neuenstein Durchlaucht zur Entscheidung der mit seinen unruhigen Unterthanes in den Ämtern Neuenstein und Kirchensall etc. entstandenen Irrungen ist der Herr Justizrath und Amtmann Müller in Weikersheim als adelicher Beysitzer ernannt worden. Gedachter Herr Justizrath hatte die Freundschaft, diese seine Beförderung sämmtlichen benachbarten Beamten in einem besonderen Schreiben zu notificiren, in dem er sich folgendermaßen erkläret: „Dieses (erwähnte Beförderung) hat mich auf eine schickliche und anständige Art veranlasset, und bewogen, von dem meinem Herrn Vater dem fürstlichen Neuensteinischen Herrn geheimen Rath von Müllern in Cünzelsau – von Ihro k. k. Majestät Joseph II. Glorreichen Andenkens mittelst ertheilten Adels Diplomatis cum Privilegio Vsus et non Vsus verliehenen Allerhöchsten Gnade gleichfalls Gebrauch zu machen und von nun an die adeliche Würde anzunehmen und deren ihm und den seinigen

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 3. Raw, Nürnberg 1791, Seite 110. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_3,_1).pdf/8&oldid=- (Version vom 14.8.2016)