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und diensttuenden Militärs mit größter Höflichkeit erledigt. Man erkundigt sich sogar telephonisch beim Gouvernement, wo die Herren Neutralen abgestiegen sind, und so erreiche ich die Herren Kollegen gegen Mitternacht eben noch rechtzeitig, um dem Kommandanten und dem Bürgermeister von Metz, die sich bei der Gesellschaft befinden, vorgestellt zu werden.

Das war meine Reise durchs deutsche Land an die deutsche Front. Ihre Schwierigkeiten erhöhten nur meine Spannung auf die Dinge, die da kommen sollten.




Am Rupt de Mad

Die Vertreter der neutralen Presse sind von Metz abgereist. Über die Ergebnisse ihrer Besichtigungsfahrten, die sich großenteils auf einem Boden bewegten, der schon vor Wochen der Schauplatz von Kriegshandlungen war, wird noch weiter berichtet werden. Heute mögen die Leser mir auf ein Gebiet folgen, in dem erst in den allerjüngsten Tagen schwer gekämpft worden ist.

In Metz kommen täglich einzelne Offiziere und Mannschaften von der Kampffront an, die wegen einer Verwundung oder aus sonstigen Gesundheitsrücksichten oder zu einer Dienstverrichtung hierher oder in rückwärtige Heeresanstalten beordert werden. Von diesen vernimmt man lebensvolle, noch unter dem unmittelbaren Eindruck der Kriegserlebnisse stehende Schilderungen

Empfohlene Zitierweise:
Karl Müller: Kriegsbriefe eines neutralen Offiziers. Velhagen & Klasing, Bielefeld ; Leipzig 1915, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:M%C3%BCllerKriegsbriefe.pdf/47&oldid=- (Version vom 1.8.2018)