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Südwestdeutschlands besucht. Verschiedenartig nach ihrer Lage und Zweckbestimmung, nach räumlicher Ausdehnung und Reichhaltigkeit der Hilfsmittel, gleichen sie sich doch alle in einem: in der mustergültigen Ordnung und Reinlichkeit, in der zweckmäßigen Einrichtung und Ausnützung der zur Verfügung stehenden Hilfskräfte und Hilfsmittel. Ich habe Feldlazarette in der Woevre, im Kampfgebiet zwischen Mosel und Maas, in Etappenorten an der belgisch-französischen Grenze und in großen Garnisonstädten gesehen, solche der einfachsten Art, dicht hinter der Kampflinie gelegene, die den Charakter von Hauptverbandplätzen trugen, und die nur mit den notwendigsten Hilfsmitteln ausgestattet waren; andere, die in Seminarien, Schulhäusern, öffentlichen Gebäuden aller Art neu errichtet und aufs beste ausgestattet worden sind; andere wieder, die schon in Friedenszeiten als Garnisonlazarette gedient haben und von vornherein mit allem, was die Kriegsheilkunde verlangt, reichlich ausgestattet waren. Hier in diesen Garnisonlazaretten befinden sich die großen und reichen Sanitätslager, von denen aus die Feldlazarette, sowie die Sanitätsabteilungen des Feldheeres mit allem nötigen Nachschub an Verbandmaterial und Kriegsheilmitteln versehen werden. Hier sind in großen Schuppen mächtige Vorräte an Tragbahren, Sanitätskisten, Instrumenten, Medikamenten, Verbandzeug, Krücken, künstlichen Gliedmaßen, kurz an Sanitätsmaterial aller Art aufgestapelt. Ein sehr großer Teil dieses Materials

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Karl Müller: Kriegsbriefe eines neutralen Offiziers. Velhagen & Klasing, Bielefeld ; Leipzig 1915, Seite 175. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:M%C3%BCllerKriegsbriefe.pdf/179&oldid=- (Version vom 1.8.2018)