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richtiger gesagt: geschlagen wird. Zuletzt war’s nach dem Fall von Antwerpen. Auf dem Paradeplatz, zwischen Dom, Stadthaus und Hauptwache, ist, wie ich ankomme, schon eine ansehnliche Menschenmenge zusammengeströmt, Feldgrau ist darunter stark vertreten. Bald ist der große Platz dicht besetzt. Am Portal des Stadthauses ist eine starke Ehrenwache mit aufgepflanztem Bajonett aufmarschiert. Jetzt erscheint der Bürgermeister Dr. Foret unter dem Tore und verkündet, während die Mutte immer weiter tönt, dem Kreise, den seine Stimme erreicht, die Botschaft von dem neuen Erfolge im Osten: Vierzigtausend Russen gefangen, und das übrige. Ein dreifaches Hoch erschallt, und von Mund zu Mund pflanzt sich die Kunde weiter. Kein Lärm, kein Jubel. Ernst bleibt die Stimmung. Weiß doch jeder, daß das gewaltige Ringen noch nicht zu Ende ist, die Entscheidung in Ost und West noch aussteht. Mit klingendem Spiel rückt eine Garnisonmusik auf und spielt auf dem Platze einige Weisen. Dann strömt die Menge vor die Druckereien der Metzer Zeitung und der Lothringer Zeitung und vertieft sich ins Lesen der Extrablätter.




Bei den Österreichern und Ungarn im Westen

In einem von den französischen Granaten halbzerschossenen Dorfe zwischen Mosel und Maas sind die Quartiere einer österreichisch-ungarischen 30,5 Zentimeter-Mörserbatterie. Durch die Gunst

Empfohlene Zitierweise:
Karl Müller: Kriegsbriefe eines neutralen Offiziers. Velhagen & Klasing, Bielefeld ; Leipzig 1915, Seite 112. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:M%C3%BCllerKriegsbriefe.pdf/116&oldid=- (Version vom 1.8.2018)