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163. Thaddäus Müller

von Weggis (geboren 1768, gestorben 1826), vom Jahre 1796 an bis zu seinem Tode Stadtpfarrer in Luzern, ausgezeichnet durch wissenschaftliche Bildung und Beredsamkeit. Dafür zeugen seine meist im Drucke erschienenen Predigten auf der Kanzel, auf dem Schlachtfelde ob Sempach, nach Hinrichtungen u. f. w. und seine Reden an die Behörden bei verschiedenen feierlichen Anlässen.

164. Josef Heinrich Alois Gügler

von Udligenschwil (geb. 1782, gestorben 1827), vom Jahr 1805 bis zu seinem Tode Professor der Exegese und Pastoral an der theologischen Lehranstalt in Luzern und seit 1816 Chorherr am Leodegarstift in dort, war ein berühmter Theologe, ausgezeichnet durch seine philosophischen und theologischen Kenntnisse, wofür seine nachgelassenen Werke, vor denen die ersten drei Bände (in Luzern 1827-28 erschienen) Vorlesungen, Reden u. s. w. und die vier letzten Bände (Sarmenstorf 1836 bis 1840) seine Privatvorträge, Predigten, Darstel- lung und Erklärung der hl. Schrift enthalten. Er schrieb auch „die heilige Kunst, oder die Kunst der Hebräer”, Landshut 1811—1818, drei Theile. Ferner: „Ziffern der Sphynx oder Typen der Zeit und ihr Deuten auf die Zukunft.” Solothurn 1819.