Seite:Karl Woermann Katalog der Gemäldegalerie Dresden 1887.pdf/776

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Otto Weber und Professor Pape zum Künstler, im Atelier Paul Gropius’ zum Decorationsmaler gebildet. 1870 unter Osw. Achenbach in Düsseldorf weiterentwickelt; 1872–74 in Italien. Dann liess er sich in Berlin nieder, von wo aus er wiederholte Studienreisen unternahm.

„Memento mori.“ 2358. (2345.) 26 b.

Motiv aus dem Sabinergebirge. Nachtstück. Links eine Klosterkirche mit Rundbogenvorhalle unter Eiesencypressen. Einige Mönche, welche Kreuze tragen, auf dem Wege davor. Rechts vorn ein Friedhofskreuz. Rechts im Mittelgrunde die tiefe, stromdurchrauschte Schlucht. Darüber auf schroffem Felsen altes Gemäuer unter Cypressen. Bezeichnet links unten: Ch. Wilberg.

Leinwand; h. 1,30; br. 1,10. – 1883 von einer in Dresden ansässigen Familie geschenkt.

Karl Ludwig.

Geb. den 18. Jan. 1839 zu Römhild in Sachsen-Meiningen; lebt in Berlin. Seit 1858 Schüler Karl v. Piloty’s in München. In München bis 1867. 1877 bis 1880 Professor der Königl. Kunstschule in Stuttgart; seit dieser Zeit in Berlin.

Alpenlandschaft. 2359. (2343.) 25 c.

Motiv von der Lenzer Haide in Graubündten. Gewitterstimmung. Mächtige Wolken umziehen die Berge. Links am Abhang ein sonnenbeleuchtetes Dorf. Auf dem Wege, der zu ihm hinaufführt, eine Gestalt mit rotem Regenschirm. Rechts zieht sich ein graues Wasser zwischen grünem Wiesenrand zum Vordergrunde herab. Dahinter vor der dunklen Felswand eine Kirche mit rotem Dach und grauem Turm. Bez. rechts unten: Carl Ludwig. Berlin 1882.

Leinwand; h. 1,37; br. 2,01. – 1883 aus den Zinsen der Pröll-Heuer-Stiftung.


V. Die Wiener Schule.

Ludwig Ferd. Schnorr von Carolsfeld.

Geb. zu Königsberg in Pr. (während eines vorübergehenden Aufenthalts seines Vaters Hans Veit Schnorr v. C. daselbst) den 11. October 1788; gest. zu Wien den 13. April 1853. Aelterer Bruder des Julius Schnorr von Carolsfeld. Schüler seines Vaters, seit

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 744. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/776&oldid=- (Version vom 1.8.2018)