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sächsischen Regimenter stürmen von hinten heran. Vorn die sich vergeblich wehrenden Feinde. Leichen, zertrümmerte Wagen. Links im Thale das Schlachtgewühl. Im Hintergrunde Staub- und Pulverdampfwolken.

Leinwand; h.1,88; br. 2,85. – 1858 durch die Ausstellungseinnahmen.

Nach der Schlacht bei Jena. 2257. (2255.) 24 a.

Die tapfere Abwehr der französischen Reiterei durch das sächsische Grenadierregiment „aus dem Winkell“ während des Rückzuges nach der Schlacht bei Jena am 14. October 1806. Im Mittelgrunde ziehen die Truppen, nach links gewandt, ab. Vorn stürmt von rechts die französische Reiterei heran. Aber die sächsischen Grenadiere haben vorn in der Mitte ein offenes Carré gebildet und weisen den Angriff zurück. Im Hintergrunde brennende Ortschaften. Bezeichnet rechts unten: Schuster . 1862.

Leinwand; h. 1,17; br. 2,27. – 1862 mittels der Ausstellungseinnahme erworben. Der Künstler hat den Vorgang A. v. Montbés Werk „Die Chursächsischen Truppen im Feldzuge von 1806“ Bd. II, p. 83 entlehnt: „Vom Feinde unablässig angegriffen und erschüttert, ging es in voller Ordnung, in gemässigtem Schritt und mit klingendem Spiel zurück. Es hatte ein offenes Carré gebildet und bot dem Feinde, so oft er nahe kam. immer die Spitze.“

Karl Gottl. Schönherr.

Geb. zu Lengefeld den 15. August 1824; lebt in Dresden. Schüler der Dresdener Akademie, an welcher Jul. Hübner sein Lehrer war. Professor der Dresdener Akademie.

Petrus, die Tabea erweckend. 2258. (2256.) 23 b.

Zwei durch eine Wand getrennte Abteilungen. Rechts das Gemach, in welchem das tote Mägdlein ruht. Petrus kniet an ihrem Lager und erhebt gebietend seine Hände. Links die Vorhalle, in welcher die Angehörigen der Tabea harrend und betend stehen oder knieen. Hinter ihnen Blick in’s Flussthal. Bezeichnet links unten: C. Schönherr . 1853 (nicht 1855).

Leinwand; h. 0,92; br. 1,50. – 1854 (nicht 1855, wie H. annahm) durch die Lindenau-Stiftung erworben. Inv. 1855, S. 22.

Gust. Adolf Friedrich.

Geb. zu Dresden den 23. December 1824; lebt daselbst. War 1840 bis 1846 Schüler der Dresdener Akademie; bildete sich durch eigenes Naturstudium weiter.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 707. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/739&oldid=- (Version vom 11.5.2019)