Seite:Karl Woermann Katalog der Gemäldegalerie Dresden 1887.pdf/738

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


Joh. Mich. Heinrich Hofmann.

Geb. zu Darmstadt den 19. März 1824; lebt in Dresden. Seit 1842 Schüler der Düsseldorfer Akademie unter W. v. Schadow und Th. Hildebrandt. Nach weiteren Reisen 1847 bis 1848 in München, 1848 bis 1854 in Frankfurt a. M., Darmstadt. Dresden, Prag, 1854 bis 1859 in Rom. 1859 bis 1862 in Darmstadt, seit dieser Zeit in Dresden, wo er Professor an der Kunstakademie ist.

Die Ehebrecherin vor Christus. 2254. (2253.) 29 b.

Der Heiland steht nach links gewandt in der Mitte, legt die Linke an seine Brust, deutet mit der Rechten auf die mit gebundenen Händen vor ihm knieende Ehebrecherin und blickt den Schriftgelehrten an, der mit einem mächtigen Buche in der Hand rechts neben ihm steht. Links wehrt ein Krieger einer alten Frau, welche die Ehebrecherin zu schlagen versucht. Vorn rechts wendet eine junge Frau mit ihrem nackten Knaben sich zum Gehen. Schriftgelehrte und Zuschauer füllen den Mittelgrund. Bezeichnet links unten: H. Hofmann.

Leinwand; h. 1,75; br. 2,15. – 1869 aus dem Kunstfonds erworben. – Gestochen von E. Mohn ☼ Neues G.-W. IV, 11. – Phot. Ges.

Der Jesusknabe im Tempel. 2255. (2333.) 29 b.

Kniestück. Der zwölfjährige Heiland steht, nach rechts gewandt, in der Mitte des Tempels, lehnt sich mit dem rechten Arm an das Pult, hinter dem links ein Schriftgelehrter mit einer Schriftrolle steht, und deutet mit der Linken in das Buch, welches auf dem Schoosse des vorn rechts sitzenden Schriftgelehrten liegt. Zwei andere neigen sich lauschend von rechts zu ihm hinab. Ein fünfter steht links im Mittelgrunde an einer Säule. Bez. rechts unten: H. Hofmann (die beiden H zusammengezogen).

Leinwand; h. 1,52: br. 2,04. – 1882 vom Künstler erworben. Gestochen von Ed. Büchel. Phot. Hanfstaengl-München.

Ludw. Albr. Schuster.

Geb. zu Berthelsdorf bei Stolpen den 9. Mai 1824; lebt in Dresden. Er war 1842 bis 1848 Schüler Julius Hübner’s an der Dresdener Akademie, lebte dann einige Jahre in München und liess sich 1852 ganz in Dresden nieder.

In der Schlacht von Borodino. 2256. (2254.) 31 d.

Die Erstürmung der grossen russischen Schanze durch die sächsischen Reiterregimenter Garde du Corps und Zastrow-Kürassiere am 7. September 1812. Die

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 706. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/738&oldid=- (Version vom 1.8.2018)