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Heimkehrende Viehheerde. 2224. (2206.) 31 b.

Links alte, spärlich belaubte Bäume. Rechts Blick in’s Thal. Auf dem Wege, welcher rechts von dem Dorfe aus mittels eines steinernen Brückenbogens über die Schlucht führt, ziehen stattliche Kuh- und Schafheerden. Vorn rechts ein junger Hirt. Links im Mittelgrunde wird mit zwei Pferden gepflügt. Bez. rechts unten: C. Gille . 74.

Leinwand; h. 0,75 ; br. 1,02. – 1874 mittels der Ausstellungs-Einnahme erworben.

Rud. Julius B. Hübner.

Dr. phil. Geb. zu Oels in Schlesien den 27. Jan. 1806; gest. zu Loschwitz bei Dresden den 7. Nov. 1882. Schüler W. von Schadow’s seit 1821 an der Berliner, seit 1826 an der Düsseldorfer Akademie. Seit 1829 in Rom, seit 1831 in Berlin, 1834 bis 1839 in Düsseldorf. Seit 1839 in Dresden, wo er 1841 Akademie-Professor und 1871 Director der Königl. Gemälde-Galerie wurde. Er war der Verfasser der Dresdener Galerie-Kataloge von 1856 bis 1884.

Schwarzbärtiger Judenkopf. 2225. (2210.) 23 c.

Studien-Brustbild ohne Hände, fast von vorn auf Himmelsgrund. Der Jude trägt schwarze Locken, einen dunkelroten Rock, einen himmelblauen Mantel, der breit über seiner rechten Schulter hängt. Bezeichnet rechts oben: J. H. (das J im H) zwischen 1834.

Leinwand; h. 0,56; br. 0,45. – 1872 vom Künstler geschenkt. Das Bild gehört der Düsseldorfer Zeit des Künstlers an. – Phot. Ges.

Landsknecht. 2226. (2211.) 23 c.

Bildniss-Studie, zu welcher der Maler Guido Hammer gestanden. Halbfigur von vorn, mit dem Kopf nach rechts, auf braunem Grunde. Blondes, kurz geschorenes Haar; roter Bart. Eiserner Halspanzer, gelbe Aermel. In beiden Händen die links aufgestützte Hellebarde. Bezeichnet oben rechts: J. H. (das J im H) zwischen 1848 und auf der Rückseite: Julius Hübner pinx. Dresden 1848.

Eichenholz: h. 0,60; br. 0,42. – 1872 vom Künstler geschenkt.

Das goldene Zeitalter. 2227. (2207.) 23 a.

Fünf Hirtenknaben zwischen Blumen und Früchten unter Bäumen, um welche sich ein Weinstock mit reifen roten Trauben rankt. Rechts liegt einer der Knaben, die Flöte blasend, an einen Buchenstamm gelehnt. Neben ihm liebkost ein jüngerer ein Lamm. In der Mitte lauscht der dritte. Links am Quell der vierte mit roter phrygischer Mütze und der fünfte, der

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Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 697. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/729&oldid=- (Version vom 1.8.2018)