Seite:Karl Woermann Katalog der Gemäldegalerie Dresden 1887.pdf/716

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.



Anmerkung.

Die Schwierigkeiten, welche einer Anordnung der deutschen Maler des neunzehnten Jahrhunderts nach Schulen gerade deshalb entgegenstehen, weil die deutschen Künstler nicht nur als Schüler, sondern auch als Meister ihren Wohnort öfter zu wechseln pflegen, wurden keineswegs verkannt. Der Geburtsort des Künstlers konnte an sich natürlich fast niemals maassgebend sein, aber auch der Ort, an dem er zum Künstler herangebildet worden, nicht immer. Jedenfalls schien es notwendig, die Meister, welche selbst schulbildend gewirkt haben oder wirken, der Gruppe des Ortes dieser Wirksamkeit zuzuteilen. In anderen Zweifelfällen musste der Charakter der Malerei des Meisters, in einigen sogar der Ort, an dem gerade das in der Dresdener Galerie befindliche Bild entstanden, für unsere Zwecke maassgebend sein. Jedenfalls erschien der Versuch dieser Einteilung zu lehrreich, als dass seiner Schwierigkeiten wegen auf ihn hätte verzichtet werden dürfen. Die Zweifelfälle bilden doch auch nur Ausnahmen.



Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 684. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/716&oldid=- (Version vom 1.8.2018)