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Reiter weiter rechts neben seinem Hunde steht. Bezeichnet links unten, wie N. 2086: A. Querfurt. Das A unter dem Rahmen.

Kupfer; h. 0,21½; br. 0,27. – 1741 durch v. Kaiserling als Inv.-N. 2769.

Halt vor dem Zelte. 2090. (2061.) 51 b.

Links vor dem Zelte macht ein von hinten gesehener, sitzender Soldat der vor ihm stehenden Marketenderin den Hof. In der Mitte hält ein Reiter auf einem Schimmel. Rechts im Mittelgrunde sprengt ein zweiter heran. Bezeichnet links am Fass wie N. 2087: A.  Q.

Eichenholz; h. 0,21½; br. 0,33. – 1741 durch v. Kaiserling als Inv.-N. 2698. Gegenstück zum folgenden.

Ein Reiter auf weissem Pferde mit einem Jagdfalken. 2091. (2062.) 51 b.

Der junge Reiter, welcher den Falken auf der erhobenen Linken hält, sprengt nach links. Rechts ein Bursche in rotem Rock mit zwei Hunden. Bez. unten in der Mitte: A.  Quer .  .  . 

Eichenholz; h. 0,22½; br. 0,33. – 1741 durch von Kaiserling (als Inventar-Nummer 2699). – Gegenstück zum vorigen.

Christian Seibold (Seybold).

Geb. zu Mainz 1703 (nach anderen 1697); gest. 1768 (nicht 1740) zu Wien. Autodidakt, der sich jedoch teilweise auf die Nachahmung Balth. Denner’s verlegte. 1749 wird er als „Titular-Cammermahler“ in Wien erwähnt, wo er sich niedergelassen hatte.

Ein Knabe mit einer Flöte. 2092. (2063.) 22 a.

Brustbild fast von vorn auf gelbgrauem Grunde. Der braunhaarige und braunäugige Junge trägt einen grauen Federhut und hält eine Flöte in der allein sichtbaren Rechten.

Kupfer; h. 0,47; br. 0,57. – Inv. Guarienti (vor 1753) N. 1529. – Alle unsere Bilder von Seibold gehören nach H. zu den durch Gotter erworbenen. Allerdings kommen im Inventar Gotter über ein Dutzend Bilder von Seibold vor; aber mit Sicherheit lässt sich keins unserer Bilder mit einem der dort verzeichneten identificiren. – Gegenstück zum folgenden.

Ein Mädchen im Schleier. 2093. (2064.) 22 c.

Brustbild fast von vorn auf grünlichgrauem Grund. Das blonde, braunäugige Mädchen trägt ein hellblaues Kleid und um den Kopf einen gelben Schleier, dessen Zipfel sie mit der Rechten anfasst.

Kupfer; h. 0,46½; br. 0,37. – Inv. Guarienti (vor 1753) N. 1528. – Gegenstück zum vorigen. Vergleiche die Bemerkung zu diesem.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 658. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/690&oldid=- (Version vom 1.8.2018)