Seite:Karl Woermann Katalog der Gemäldegalerie Dresden 1887.pdf/587

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

sie eine Tafel, in der Rechten die Feder, mit der sie schreibt. Rechts vorn auf dem Tische liegen Musikinstrumente.

Eichenholz; h. 0,32; br. 0,25½. – 1741 durch von Kaiserling. Die Urheberschaft des Mieris ist vorübergehend bezweifelt worden.

Nach Frans van Mieris.

Eine Dame und ein Papagei. 1754. (1594.) 13 b.

Kniestück. Eine Dame in gelbem Seidenkleide und roter, mit weissem Pelz besetzter Jacke, sitzt, nach links gewandt, mit ihrem Nähzeug auf dem Schoosse vor einem Sprossengestell, auf dem sich ein grauer, rotgeschwänzter Papagei wiegt, den sie füttert.

Eichenholz; h. 0,22½; br. 0,17½. – Inv. 1722, A 340. Bisher als Original. Das mit des Meisters Namen bezeichnete Original von 1663 befindet sich jedoch in der Münchener Pinakothek, und unsere gute alte Wiederholung ist doch zu schwer im Ton und in der Behandlung, um für eigenhändig gelten zu können. – Phot. Br.

Dominicus van Tol.

Geb. zu Bodegraven zwischen 1631 und 1642, begraben zu Leiden den 26. December 1676. Schüler G. Dou’s. Thätig zu Leiden, vorübergehend auch zu Amsterdam.

Der Heringesser. 1755. (1498.) 16 c.

Vorn im Bogenfenster der alte graubärtige Hausherr in grüner Jacke über rotem Unterzeug und in roter Kappe. In der Rechten hält er das Messer, in der Linken den Hering, den er verzehrt. Bezeichnet links unten: D. V. TOL.

Eichenholz: h. 0,26; br. 0,19. – Zuerst nachweisbar im Katalog von 1817.

Die Garnwinderin. 1756. (1499.) 9 a.

Im Bogenfenster, nach rechts gewandt, sitzt die Alte in schwarzem Kleide mit roten Aermeln und weisser Haube, Sie hält die Weife in der Linken, die Rolle in der Rechten. Vorn links ein irdener Blumentopf, rechts ein Weinstock. Bezeichnet rechts unten: D. V. TOL.

Eichenholz; h. 0,33½; br. 0,26. – Zuerst nachweisbar im Katalog von 1817. – Phot. Braun XIII, 34.

Jacob Toorenvliet.

Geb. zu Leiden 1635 oder 1636 (Bredius Neust. Nachr.); gest. daselbst 1719. Schüler seines Vaters, des Glasmalers Abraham Toorenvliet. In Italien, vorzugsweise in Venedig, weitergebildet. Später in Leiden ansässig, wo er 1686 der Gilde beitrat.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 555. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/587&oldid=- (Version vom 1.8.2018)