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Der Kesselflicker. 1749. (1591.) 13 b.

Der zerlumpte Kesselflicker steht, nach links gewandt, auf der Dorfstrasse und erhebt mit beiden Händen den Kessel zu seinen Augen, den die vor ihm stehende junge Frau ihm zum Ausbessern gebracht hat. Rechts hinter ihm sitzt ein junger Bursche. Links hinter der Frau stehen zwei Knaben bei einer Mausefelle. Rechts vorn liegt ein Rad. Bezeichnet unten rechts, ähnlich den vorigen: F. van  Mieris.

Eichenholz; h. 0,48; br. 0,54½. – Inventar 1722. A 563. – Das F der Inschrift wurde von H. für verdächtig gehalten. – Phot. Braun XIV, 34 u. Phot. Ges.

Der Künstler eine Dame malend. 1750. (1592.) 11 b.

Links in seinem reich mit Vorhängen geschmückten Atelier sitzt der junge Künstler im schwarzen Sammetrock, mit dem Pinsel in der Rechten, vor seiner Staffelei, auf der das angefangene Bildniss einer Dame steht. Diese steht in weissem Atlaskleide mit Goldbesatz, von hinten gesehen, vorn in der Mitte und wendet ihr Gesicht dem Künstler zu, der sie lächelnd anblickt. Rechts in der Thüre eine Magd, die Wein bringt. Links vorn eine Bassgeige. Bezeichnet links am Fenster, wie die vorigen: F. van  Mieris.

Eichenholz; h. 0,59½; br. 0,46. – 1708 aus Antwerpen. Inv. 1722, A 698. Phot. Braun I, 39 und Phot. Ges.

Der Kenner beim Künstler. 1751. (1593.) 11 b.

Im gewölbten Atelier steht die Staffelei mit einem angefangenen Bilde, welches ein auf dem Stuhle des Künstlers sitzender Herr in schwarzem Rock und graugelbem Mantel mit Kennermiene betrachtet, während der Künstler selbst, von vorn gesehen, zur Linken steht und sich mit der Hand, in welcher er die Palette hält, auf sein Bild stützt. Am Tische rechts vorn lehnt seine Bassgeige. Links vorn steht ein Globus. H. sah noch die Reste der Bezeichnung.

Eichenholz; h. 0,63½; br. 0,47. – Inventar Guarienti (vor 1753) N. 1593. – Phot. Braun XI. 34.

Der Tuchhändler. 1752. (1595.) 13 b.

Kniestück. Der Mann sitzt in rotem Rocke mit einer Pelzmütze auf dem Kopfe, nach links gewandt, hinter seinem Tische, auf dem eine Karte mit Tuchproben liegt. In der Linken hält er einen Brief.

Eichenholz; h. 0,21; br. 0,15. – Nach H. Inv. 1722; dann A 650. Doch stimmt das nicht recht. Sicher Inv. 1754. II 122.

Die Poesie. 1753. (1596.) 11 a.

Kniestück. Die Muse sitzt bekränzten Hauptes mit entblösster Brust, in blauem Unter-, rotem Obergewande, nach links gewandt, vor reicher Landschaft. In der Linken hält

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 554. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/586&oldid=- (Version vom 1.8.2018)