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Wahrscheinlich von Jacob A. Backer.

Ein junger, ganz rot gekleideter Mann. 1586. (1196.) K 3.

Brustbild nach links auf braunem Grunde. Roter Mantel auf rotem Schnürrock; rotes Barett mit hinten herabhängender Feder.

Eichenholz; h. 0,71, br. 0,60. – Inv 1722, A 253, als „unbekanntes Original.“ Im Inv. Guarienti N. 229 als „Schule Rembrandt’s.“ – Später, bei H., wie das folgende das offenbar dieselbe Hand zeigt, frageweise den Bildern Jac. de Bray’s N. 1366 und 1367 angereiht; doch zeigen sie offenbar eine andere, spätere, durch Rembrandt beeinflusste Hand. Nach Scheibler (Dr. Not.) und Abr. Bredius (N. N.) sicher von Jac. Backer aus einer früheren Zeit als die anderen.

Ein junger Mann in rotem Mantel und dunklem Federhut. 1587. (1197.) K 3.

Brustbild nach rechts auf braunem Grunde. Mit der behandschuhten Linken stützt der Dargestellte sich auf sein Schwert.

Eichenholz; h. 0,72; br. 0,55. – Nach H. durch von Hagedorn aus Hamburg. – Zuerst nachweisbar im Katalog von 1835. Damals als „de Koning“, dessen Name auf der Rückseite steht. – Vergl. die übrigen Bemerkungen zu dem vorigen Bilde. Dass es von derselben Hand herrührt, wie dieses, erscheint unzweifelhaft.

Angeblich Jacob A. Backer.

Betender Greis. 1588. (1337.) P 11.

Kniestück von vorn auf braunem Grunde. Der grauköpfige Mann mit langem grauen Barte trägt eine rote Weste, einen grauen Rock, einen braunen Mantel. Den Blick senkt er auf seine vorn gefalteten Hände.

Leinwand; h. 0,94; br. 0,76. – Inv. 1722, A 25, als „Manier Rembrandt.“ Seit dem Katalog von 1812 und noch bei H. als Jac. Backer, was dessen beglaubigten Bildern gegenüber schwer zuzugeben ist. Andere denken an Hendrik Bloemaert (vergleiche N. 1295).

Salomon Koninck.

Geboren zu Amsterdam 1609; begraben daselbst den 8. August 1656. – Oud Holland I, p. 299. – Schüler verschiedener Meister in Amsterdam, wo er 1630 der Gilde beitrat, bald aber ganz unter den Einfluss Rembrandt’s geriet. Thätig in Amsterdam.

Der Eremit. 1589. (1423.) K 3.

Kniestück fast von vorn. Der grauhaarige, graubärtige, grauröckige Einsiedler sitzt vor dunklem Waldrande, über dem links der gelbe Himmel leuchtet, an einem grossen Steine und liest in dem mächtigen, vor ihm aufgeschlagenen Buche. Mit der Linken stützt er sein Haupt. Bezeichnet unten rechts (in einer Reihe):

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 503. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/535&oldid=- (Version vom 1.8.2018)