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Amsterdam nachweisbar. Schüler des Pieter Codde (oben S. 444 N. 1391) zu Amsterdam. Bredius, Neueste Nachrichten.

Soldatenrauferei. 1548. (1604.) 8 c.

Zwölf in einer Wachtscheuer vereinigte Soldaten sind bei der Teilung der Beute, die auf demTische in der Mitte ausgebreitet ist, aneinander geraten und schiessen und stechen wild auf einander los.

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Bezeichnet links unten:

Eichenholz; h. 0,39½; br. 0,58. – 1877 von Frau Bertha Hoffmann in Dresden.

Simon de Vlieger.

Geb. um 1600 zu Rotterdam; gest. 1659 oder 1660 zu Amsterdam. Schüler W. van de Velde des älteren, wahrscheinlich zu Amsterdam. Thätig zu Delft 1634–1640. dann aber zu Amsterdam.

Seesturm an felsiger Küste. 1549. (1665.) 8 a.

Links ragen schroffe, von der Brandung umschäumte Felsen. Rechts wogt das graue Meer, in dem ein Schiff mit gekappten Masten unter einem Notsegel steuert. Vorn sinkt ein Schiff; die gerettete Mannschaft fährt nach rechts in einem Boote davon.

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Bezeichnet links in der Mitte am Felsen:

Eichenholz: h. 0,30½; hr. 0,39. – Inventar 1754. II 17. – Galt als Gegenstück zu dem folgenden.

Angeblich Simon de Vlieger.

Eislauf. 1550. (1666.) 8 a.

Auf der grauen, hinten von flachem Ufer begrenzten Eisfläche belustigen sich zahlreiche Schlittschuhläufer. Rechts vorn zieht ein Knabe einen anderen im Schlitten. Links vorn Schlitten mit Pferden. Unten in der Mitte zwei unleserliche Buchstaben.

Eichenholz; h. 0,30½; br. 0,30. – Inventar 1754, II 18. – Die Bezeichnung können wir weder mit einigen S V, noch mit anderen V G lesen. Da das Bild von Anfang an als Gegenstück zu dem vorigen und als Werk Simon de Vlieger’s gegolten, so wagen wir nicht, es von ihm zu trennen. Seiner Malweise nach erinnert es eher an van Goyen, dessen eigene Hand es jedoch nicht zeigt.

Hendrik Dubbels.

Geb. 1620 oder 1621 zu Amsterdam, wo er 1650 Aeltester der Gilde war, sich 1656 verheiratete und am 9. Juni 1676 begraben wurde. Oud Holland III, p. 141.[WS 1]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Ergänzung siehe Berichtigungen und Zusätze: Seite 490 zu Dubbels. Der Meister steht ausserhalb der chronologischen Reihe, weil sein Geburtsjahr dem Verfasser erst bekannt wurde, als es zu spät war, die Nummernfolge zu andern.
Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 490. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/522&oldid=- (Version vom 1.8.2018)