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feindlichen Reiter ein, der, von einer Kugel getroffen, hintenüber stürzt. Bezeichnet rechts unten mit dem letzten Monogramm,

Leinwand; h. 0,69½; br. 0,82. 1710 durch Raschke aus Antwerpen. – Inv. 1722, A 364.

Das Zigeunerlager. 1453. (1482.) 7 c.

Links die Zigeuner, rechts die Soldaten. In der Mitte ist ein Reiter, nach links gewandt, von seinem Schimmel gestiegen und lässt sich von einer alten Zigeunerin aus der Hand wahrsagen. Bez. links unten mit dem letzten Monogramm.

Eichenholz; h. 0,39½; br. 0,47½. – Wahrscheinlich durch den Grafen Gotter. Inv. Gotter N. 157 oder 158. – Sicher im Inv. Guarienti (vor 1753) N. 1641.

Fischer am Seestrand. 1454. (1483.) 9 c.

Links das Meer; in der Mitte der Dünenhang, rechts auf der Höhe ein Signalturm. Ein Reiter in gelbem Rocke auf einem Schimmel spricht mit einigen Fischern und einer alten Frau. Bez. l. u. mit dem letzten Monogramm.

Eichenholz; h. 0,31; br. 0,34. – 1741 durch v. Kaiserling, als Inv. N. 2685.

Der Schimmel an der Tränke. 1455. (1484.) 7 a.

Rechts auf einer kleinen Anhöhe unter spärlich belaubten Bäumen rasten ein alter Mann und eine Frau mit einem Kinde an der Brust. Vorn führt ein Bauer von links seinen Schimmel zur Tränke. Bezeichnet links unten mit dem letzten Monogramm.

Eichenholz; h. 0,33½; br. 0,27. – Wahrscheinlich Inv. Gotter N. 51. Erst 1851 aus dem Vorrat zur Galerie. – Gestochen in Aquatinta von C. Aug. Witzani.

Ein Reiterduell. 1456. (1486.) 17 b.

Auf einer Wiese schiessen zwei Reiter aus nächster Nähe auf einander: der auf dem Braunen halb von hinten, der auf dem Schimmel halb von vorn gesehen. Die Secundanten halten rechts vorn und links im Mittelgrunde. Bezeichnet links unten mit dem Monogramm.

Eichenholz; h. 0,34; br. 0,41. – 1751 aus dem Cabinet Crozat in Paris. H. – Inv. 1754. II 415.

Reiterkampf an einer Schlossruine. 1457. (1465.) 14 b.

Rechts die Schlossruine, links Blick in’s Thal. In der Mitte tobt der Kampf zwischen Reitern, die auf einander schiessen. Ganz vorn liegen tote Pferde und Menschen. Links zwei Ausreisser zu Fuss, unter ihnen ein Fahnenträger. Bez. l. u. mit dem letzten Monogramm.

Leinwand; h. 0,69½; br. 0,98. – Nicht 1749 durch Le Leu aus der Sammlung Araignon in Paris, wie H. angab, sondern schon im Inv. 1722, A 399, wie die erhaltene Nummer des Bildes beweist.

Die Landpartie. 1458. (1487.) 17 a.

Unter dem stattlichen Baume rastet eine zu Pferde heraufgekommene heitere Gesellschaft von Herren und Damen. Ein junger Herr umarmt eine Dame im blauen Kleide,

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 461. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/493&oldid=- (Version vom 1.8.2018)