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Jägerrast vor der Felsenschenke. 1435. (1457.) 16 c.

Die tiefe Schlucht wird links vorn von einem senkrechten Felsen, rechts von der in einer Höhle angelegten Schenke begrenzt; in der Mitte führt eine Treppe empor. Vorn auf dem Wege ein Schimmel, dessen Reiter abgestiegen ist, um nach den Hunden zu sehen. Bezeichnet unten rechts mit dem letzten Monogramm.

Leinwand; h. 0,64½; br. 0,53. – Zuerst im Katalog von 1817.

Pferdeschwemme bei der Ruine. 1436. (1458.) 9 a.

Links der Fluss, in dem Menschen baden und Pferde geschwemmt werden. Rechts der von Reitern belebte Weg. In der Mitte eine alte Ruine. Vor ihr klammert sich ein Knabe in rotem Rocke auf dem Schimmel, welcher, nach rechts gewandt, dem Wasser entstiegen ist, an den Rücken des Reiters an. Bez. rechts unten mit dem letzten Monogramm.

Eichenholz; h. 0,46½; br. 0,61. – Nach H. Inv. 1722; wohl als A, 410; doch dieses ist, wie die noch auf ihm vorhandene Nummer beweist, N. 1447. – Das vorliegende Bild zuerst im Inv. Guarienti (vor 1753) N. 1713. Doch sieht es fast wie ein Gegenstück zu dem anderen aus.

Das Gefecht auf der Brücke. 1437. (1459.) 10 a.

Rechts eine weite Wasserfläche. In der Mitte die steinerne Bogenbrücke. Vorn links das eigentliche Schlachtfeld. Ein Reiter mit grosser gelber Fahne sprengt nach links. Vorn in der Mitte, von hinten gesehen, ein roter Trommler neben einem Gefallenen. Rechts im Wasser Nachen und Reiter. Bezeichnet links unten mit dem letzten Monogramm.

Leinwand; h. 1,06½; br. 1,35½. – Inv. 1722, A 544.

Rast vor der Schenke. 1438. (1450.) 7 c.

Links die Schenke, rechts die Tränke. Vorn links spricht ein Reiter, der von seinem Schimmel gestiegen, mit der Magd am Brunnen. In der Mitte steht der Wirt mit dem Kruge vor dem Reiter, der das Bierglas erhebt. Rechts lassen zwei Kinder ein kleines Spielschiff in einer Pfütze segeln. Bezeichnet links unten mit dem letzten Monogramm.

Eichenholz; h. 0,40; br. 0,47½. – 1749 durch Le Leu aus der Sammlung Crozat in Paris. – Inv. Guarienti (vor 1753) N. 1642.

Die Rückkehr von der Jagd. 1439. (1461.) 12 c.

Rechts unter der Halle des Schlosses, vor welcher sich ein barocker „Bacchusbrunnen“ erhebt, stehn die Hausfrau und ihre Magd, um die Heimkehrenden zu empfangen. Die Reiter sind zum Theil schon abgestiegen und mit ihrer Jagdbeute beschäftigt. Links ein Esel, der mit der Hauptbeute beladen ist. Bez. u. l. mit dem letzten Monogramm.

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 457. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/489&oldid=- (Version vom 1.8.2018)