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Schleifen ganz links vorn auf einem Stuhle sitzt und singt. Das Notenheft hält er in der Hand. In der Mitte sitzt lauschend eine Dame in blauem Kleide. Rechts trägt ein Diener eine Erfrischung herein. Bez. l. über dem Klavier: C . Netscher f . 1666.

Eichenholz; h. 0,59½; br. 0,46. – 1754 durch Le Leu aus der Sammlung de la Bouexière in Paris. – Die Jahreszahl las H. 1660; andere lasen sie 1668. Nach genauester Untersuchung müssen wir uns, wenn auch die letzte Zahl nicht ganz deutlich ist, für 1666 entscheiden. – Die Dargestellten sind angeblich der grosse Conde und Madame de Longueville. – Phot. Braun XI, 38 und Phot. Ges.

Bildniss der Frau von Montespan. 1350. (1649.) 17 c.

Rechts sitzt die Geliebte Ludwigs XIV. in weissem Atlaskleide mit goldgelbem Ueberwurf an dem Tische, auf dem neben einem Globus ein aufgeschlagenes Buch liegt. In der linken Hand hält sie eine Lilie, in der rechten zwei Rosen. Links der Garten. Bezeichnet rechts unten:

Woermann 1887 Bildbezeichnung Seite 431.jpg

Kupfer; h. 0,50½; br. 0,38½. –Wohl 1742 durch de Brais aus Paris. Sicher Inventar Guarienti (vor 1753) N. 1699.

Frau von Montespan, die Harfe spielend. 1351. (1650.) 17 c.

Die Geliebte Ludwigs XIV. sitzt, die Harfe spielend, in gold und blau geblümtem Kleide neben dem Tische, auf dem ein Notenheft aufgeschlagen liegt. Links zu ihren Füssen sitzt ihr kleiner Sohn, der Duc de Maine, in blauem Röckchen und spielt die Guitarre. Links die Landschaft, rechts ein roter Vorhang. Bezeichnet links vorn (ähnlich dem vorigen): C . Netscher . Fec . 1671.

Kupfer ; h. 0,48; br. 0,37. – 1742 durch de Brais aus der Sammlung Dubreuil zu Paris. – Inventar Guarienti N. 1700. – Phot. Braun X, 36 und Phot. Ges.

Die Spinnerin. 1352. (1652.) 13 c.

In schwarzem Kleide mit blauer Schürze, weissem Brusttuch und weisser Haube sitzt die Alte vor hellgrauem Wandgrunde, nach rechts gewandt, an ihrem Spinnrade. Hinter ihr steht ein Tisch. Bezeichnet links unten am Tische (nicht mehr deutlich): C . Netscher.

Eichenholz: h. 0,27½; br. 0,23½. – Inventar 1722, A 381. – Gegenstück zum folgenden.

Die Näherin. 1353. (1653.) 13 c.

In rotem Kleide mit brauner Jacke, weisser Haube, ein schwarzes Pflästerchen an ihrer linken Schläfe, das Nähkissen auf ihrer dunklen Schürze, sitzt sie, nach links gewandt, bei ihrer Arbeit. Zu ihren Füssen ein Feuerstübchen, rechts

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 431. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/463&oldid=- (Version vom 1.8.2018)