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Ein Bischof. 598. (445.) 36 a.

Brustbild nach rechts auf graugrünem Grunde. Der mit dem Bischofsgewand bekleidete, mit gefalteten Händen gen Himmel blickende Alte ist irriger Weise als hl. Franciscus erklärt worden.

Leinwand; h. 0,44½; br. 0,35. – Zuerst im „Catalogue“ von 1765 nur als „Buste d’un évêque priant.“

Die hl. Magdalena. 599. (446.) 4 b.

Brustbild von vorn auf grauem, epheuumranktem Steingrunde. Nur die rechte Hand der Heiligen, welche sie an ihre nackte Brust legt, ist sichtbar. Ihr langes blondes Haar fällt aufgelöst auf ihre Schultern herab, die ein blauer Mantel umfliesst.

Auf Leinwand; h. 0,45; br. 0,35. – Zuerst im „Catalogue“ von 1765. – Phot. Braun IV, 15 und Phot. Ges.

Prinzessin Elisabeth. 600. (447.) 33 c.

Kniestück, nach rechts. Die Tochter König August’s III. trägt ein blaues Kleid und hält einen Fächer in der gesenkten Rechten. Ihre Linke ruht auf den Tasten des rechts stehenden Claviers. Hinter ihr ein roter Stuhl.

Leinwand; h. 1,07; br. 0,86. – Zuerst im Nachtrag zum „Catalogue“ von 1765, p. 244. – Gegenstück zum folgenden.

Prinzessin Kunigunde. 601. (448.) 33 c.

Kniestück, fast von vorn. Die Tochter König August’s III. trägt ein rotes Kleid. An ihrer linken Seite hängt ein Nähbeutel. In ihrer Rechten hält sie eine Seidenfadenrolle, mit der Linken fasst sie den Faden.

Leinwand; h. 1,07½; br. 0,87. – Zuerst im Nachtrag zum „Catalogue“ von 1765, p. 244. – Gegenstück zum vorigen.

Bernardo Belotto.

Gen. Canaletto. Geb. zu Venedig den 30. Januar 1720 (Meyer’s Künstler-Lex. III, S. 437), gest. zu Warschau den 17. October 1780. Neffe und Schüler Antonio Canale’s, dessen Beiname auch der seine wurde. Arbeitete anfangs in Venedig, dann nördlich der Alpen, 1747 bis 1755 in Dresden, 1758 bis 1760 in Wien, dann in Warschau und wieder in Dresden, wo er 1764 Mitglied der Akademie, 1768 aber entlassen wurde, um Hofmaler König Stanislaus Poniatowski’s von Polen zu werden.

Ansicht von Dresden. 602. (464.) 38 a.

Vom rechten Eibufer oberhalb der Augustusbrücke. Die Elbe zieht sich vom Vordergrunde links zum Hintergrunde rechts hinab. Links am jenseitigen Ufer

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 204. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/236&oldid=- (Version vom 1.8.2018)