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Leinwand; h. 0,56; br. 0,98½. –1741 durch Rossi aus Venedig als „Salvator Rosa.“ Diese Bezeichnung war sicher unrichtig; H. schrieb das Bild frageweise dem G. A. Fasolo zu, von dem es jedoch nach Maassgabe seiner beglaubigten Bilder in Vicenza und Venedig ebensowenig herrührt.

Ruhende Venus. 288. (493.) R 3.

In weissen Kissen unter rotem Vorhange ruht die Göttin in halb sitzender Stellung. Rechts, zu ihren Füssen, vor der weiten Landschaft, steht ein gestiefelter Amor mit einem Bogen in der Rechten.

Leinwand; h. 1,31½; br. 2,02½. – 1738 durch Rossi in Venedig als „Fasolo“, doch zeigt das Bild nicht die Hand dieses Meisters. Schon H. versetzte es daher mit Recht unter die unbekannten Venezianer.

Ruhende Venus. 289. (495.) R 14.

Die Göttin ruht in weissen Kissen unter rotem Vorhange, dessen Zipfel sie mit der von sich gestreckten Rechten ergreift. Rechts, zu ihren Füssen, vor der Berglandschaft, steht ein kleiner Amor, der mit beiden Händen einen Kranz hält.

Leinwand; h. 0,60½; br, 0,73½.− Als „unbekannt“ zuerst im Katalog von 1835.

Die Verlobung der hl. Katharina. 290. (498.) 32 c.

Kniestück. Maria hält auf ihrem Schoosse den Christusknaben, der sich nach links der hl. Katharina zuwendet, um ihr seinen Ring an den Finger zu stecken. Rechts zwei Engel. Im Hintergrunde ein roter Vorhang vor blauem Himmel.

Leinwand; h. 0,87; br. 0,79. – Erst 1855 aus dem „Vorrat“.

Der hl. Thomas, Maria’s Gürtel empfangend. 291. (497.) 36 d.

Aus den Wolken, welche Englein tragen, reicht Maria den Gürtel herab. Der hl. Thomas, welcher vorn in die Kniee sinkt, streckt beide Hände nach ihm empor. Links steht ein Bischof, rechts ein Cardinal, hinten in der Mitte knieen zwei Heilige.

Leinwand; h. 2,75½; br. 1,21. – Inv. 1754. I 292. als „autore incerto.“ Doch ist dieser Unbekannte offenbar ein tüchtiger Nachfolger Tizian’s, etwa der Richtung Giovanni Contarini’s (1549–1605).

H. Die mailändische Schule.

Schule Leonardo da Vinci’s.

Leonardo da Vinci, geb. 1452 zu Vinci im Florentinischen, gest. den 2. Mai 1519 im Schlosse Cloux bei Amboise in Frankreich, war ein Schüler des Andrea Verrocchio in Florenz. Thätig hauptsächlich in Florenz und Mailand. Er war der erste Bahnbrecher der freieren Kunst des XVI. Jahrhunderts und gehörte

Empfohlene Zitierweise:
Karl Woermann: Katalog der Königlichen Gemäldegalerie zu Dresden (1887). Generaldirection der Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft, Dresden 1887, Seite 126. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Karl_Woermann_Katalog_der_Gem%C3%A4ldegalerie_Dresden_1887.pdf/158&oldid=- (Version vom 1.8.2018)