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Seite:Goethe Götz von Berlichingen WA Bd 8 048.jpg

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Franz tritt auf.

Franz. Gott grüß’ euch, gestrenger Herr! Ich bring’ euch so viel Grüße, daß ich nicht weiß wo anzufangen. Bamberg, und zehn Meilen in die Runde, entbieten euch ein tausendfaches: Gott grüß’ euch!

Weislingen. Willkommen, Franz! Was bringst du mehr?

Franz. Ihr steht in einem Andenken bei Hof und überall, daß es nicht zu sagen ist.

Weislingen. Das wird nicht lange dauern.

Franz. So lang ihr lebt! und nach eurem Tod wird’s heller blinken, als die messingenen Buchstaben auf einem Grabstein. Wie man sich euern Unfall zu Herzen nahm!

Weislingen. Was sagte der Bischof?

Franz. Er war so begierig zu wissen, daß er mit geschäftiger Geschwindigkeit der Fragen meine Antwort verhinderte. Er wußt’ es zwar schon; denn Färber, der von Haslach entrann, brachte ihm die Botschaft. Aber er wollte alles wissen. Er fragte so ängstlich, ob ihr nicht versehrt wäret? Ich sagte: er ist ganz, von der äußersten Haarspitze bis zum Nagel des kleinen Zehs.

Weislingen. Was sagte er zu den Vorschlägen?

Franz. Er wollte gleich alles herausgeben, den Knaben und noch Geld darauf, nur euch zu befreien. Da er aber hörte, ihr solltet ohne das loskommen,

Empfohlene Zitierweise:
Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Weimar: Hermann Böhlau, 1889, Seite 48. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Goethe_G%C3%B6tz_von_Berlichingen_WA_Bd_8_048.jpg&oldid=3320618 (Version vom 1.8.2018)