Seite:Gnirs Tepl p156-163 Maiersgrün.djvu/1

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Liste.png Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in den Bezirken Tepl und Marienbad

Maiersgrün.

Archivalien: Memorabilienbuch im Pfarrarchiv seit 1836. – Matriken für Maiersgrün, Grafengrün und Neumugl seit 1756.

Literatur: Schaller. Topographie IX, 186. - Sommer, Böhmen XV, 284.

Das Dorf Maiersgrün gehört seit alter Zeit zur Burgherrschaft von Königswart. In diesem Untertänigkeitsverhältnis erhält es wie die übrigen Dorfschaften besonders unter der Herrschaft der Herren von Plauen eine Reihe von Vorrechten.

Das Dorf Maiersgrün hat als ein Straßendorf an den Talhängen längs einer alten Weglinie seine Anfänge genommen. Bergbau, der noch im XVIII. Jahrh. hier betrieben wurde, hat die Siedlungsverhältnisse besonders nach dem Ortsbrande des J. 1736 beeinflußt.

Unter den Bauformen der Bauernhöfe und in den Bauten der Kleinhäuser herrscht ländliche Holzarchitektur und gut gepflegtes Fachwerk mit grün und rot gefärbten Bäumen noch vor. Die ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser gehen bis in das XVIII. Jahrh. zurück (Abb. 127).

Die Pfarrkirche zur Geburt Johannes des Täufers war schon im Mittelalter eine Filiale der Königswarter Pfarre. Zur Zeit der Reformation wurde die Kirche aufgelassen, im

Empfohlene Zitierweise:
Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in den Bezirken Tepl und Marienbad. Filser, Augsburg 1932, Seite 156. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gnirs_Tepl_p156-163_Maiersgr%C3%BCn.djvu/1&oldid=- (Version vom 9.5.2017)