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Flucht in der ersten Schlacht unnd behelt Gerhard 2mall dat Velt unnd Victoriam und worden ehrer bi soventeinhundert erschlagen; de Ditmerschen seggen van 500, welches gelofflicher, denn des Volkes in Ditmerschen so vele nicht sin konen. De averst van ehnen entrunnen, gewonnen de Kerken tho Oldenworden unnd befestigten se alß eine Borch, wo se best vormochten, als averst de Holsteiner Fuer henin werpen wolden, ergeven sick de Ditmerschen unnd seden Gerhardo Gehorsam tho; he averst besorgede sick vor ehren vorschmitzden Praktiken, wolde ehren Worden nicht geloven unnd hete dat Fuer neger daran maken. Alß se aver segen, dat Ernst were unnd dat Bly van dem Dacke herunder[1] schmeltede, wolden se sick vollendes in de leste Schantze wagen, fallen mit Hupen uth der Kerken heruth (den in groter Furcht unnd Gefahr krigt men ock tho Tiden ock einen Moth) unnd makeden sick an de, so se belegerden, de sich nicht, alß it sick geboret hette, vorsegen unnd nen grote Acht up ehre Saken hedden, dartho makeden sick ock andere Ditmerschen, de sick in den Grevern unnd achter den Hecken verkrapen hedden, ock herbi. Ock de van Busen kemen van Norden an, scheppeden also thosamen einen Modt, kregen de Viende twischen sick in, strideden getrost wedder se, umbringeden se up dem Acker benorden an Oldenwurden unnd erlegten se, dat se im Blode wadeden unnd Graff Gerhart unnd Hertoch Hinrich van Mecklenborg, welche nha Krigesgewahnheit under den Venlin geholden hadden, allein mit ehren Weinigen levendich bleven, de ander Adel bleff, alß nomlich 12 Landeß-Heren mit einem so groten Hupen Volkes, als in de 2000 Mann, alle todt, unnd togen Gerhardt unnd de Meklenborger mit ehren Hupen in Truricheit wedder tho rugge. Unnd vorloren de Ditmerschen des Dages ock bi 500 Man. (Karsten-Schroeder.) Diesen Schaden nemen de Holsteiner in Ditmerschen im Jare Christi, wo etliche setten, 1322 (Chytr.) Crantzius settet lib. 10, cap. 22 dat Jar 1320, item vetus

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Heinrich Kolster: Geschichte Dithmarschens. Nach F. C. Dahlmanns Vorlesungen im Winter 1826. Wilhelm Mauke, Leipzig 1873, Seite 272. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_Dithmarschens_Kolster_1873.pdf/291&oldid=- (Version vom 14.6.2018)
  1. „Wo men noch hut tho Dage, wen men in der Kerken grefft, Stucke vam Blie findet unnd gefunden hefft.“