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im goldenen Felde, der Rand weiß und roth. 2. Das zollerische viergetheilte, schwarz–weiße (silberne) Wappen. 3. Der kurbrandenburgische goldene Zepter im blauen Felde. 4. Der brandenburgische rothe Adler mit goldenen Klauen. 5. Das Regale oder die Blutfahne, ein rother Schild ohne Bild. 6. Das Wappen von Rügen, ein über Treppenstufen aufsteigender schwarzer Löwe. 7. Ein pommerischer ganz rother Greif im silbernen Felde. 8. Im silbernen Felde ein Greif: der Kopf und die linken Pfoten grün, die rechten Pfoten und die Flügel roth und grün gestreift. (Slaven und Wenden.) 9. Im silbernen Felde ein Greif: Kopf und die linken Pfoten roth, die rechten Pfoten und die Flügel roth und grün gestreift. 10. Im silbernen Felde ein Greif: roth, Vorderpfoten, Schnabel und hintere Klauen golden. (Pommern.) 11. Im blauen Felde: ein rother gekrönter Greif. (Stettin.) 12. Im goldenen Felde ein schwarzer Greif. (Cassuben?) Jedes von diesen 12 Wappen wurde dreimal abgebildet, daher belief sich die Gesammtzahl der Wappen auf 36. Diese wurden bei der neuesten Restauration nicht an ihren ursprünglichen Stellen, sondern da und dort in der Kirche aufgehängt, z. B. bei Nr. 4, 12, 13, 20, 21, 28, 36, 37, 43, 44, 132, 134. Was auf diesen Wappen ursprünglich roth war, ist durch Alter braun geworden.

So weit war das Restaurationswerk unter Gabrielli’s Leitung gediehen. Darauf ruhten die Restaurationsarbeiten Jahrzehnte lang gänzlich. Vergebens beantragte der Klosterverwalter i. J. 1757: „daß die Reparation der etliche und 40 Jahre her ödgelegenen Klosterkirche doch endlich vorgenommen werden möge.“ Es geschah abermals 13 Jahre lang nichts, bis man nothgedrungen Hand ans Werk legen mußte. Der Dachstuhl an der Katharinenkirche, in welcher der Gottesdienst interimistisch seit 1710 gehalten wurde, drohte den Einsturz; daher mußte die Katharinenkirche sofort geräumt und der Gottesdienst wieder in der Klosterkirche gehalten werden, was aber in dem von Gabrielli dazu ausersehenen Querschiffe noch nicht geschehen konnte, da die hiezu erforderlichen Requisiten daselbst noch fehlten; man hielt daher den Gottesdienst vorläufig in dem gelb umgrenzten südlichen

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 277. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/279&oldid=- (Version vom 31.7.2018)