Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3).pdf/266

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

teutscher Nation mannlich gestritten und daruber sein land und leut auch all sein Vermögen leibs und guts gewaget, zu Pfortzheim bei seiner fürstl. Durchl. schwager Marggraff Carln zu Baden und Hochberg und seiner fürstl. Durchl. Schwester, Frawen Kunigund, geborne Marggräffin zu Brandenburg, seliglich und christlich gestorben. Gott verleyhe ihm und allen Christen ein selige Urstand. Und ligt der enden in der Pfarrkirchen begraben.“ Auf der Außenseite der Thürflügel stand: Epitaphium illustrissimi principis domini Alberti marchionis, qui obiit Pforzhemii in arce marchionum badensium A. 1557, 8. Jan. Auctore Georgio Tillio:

Octavus medium cum sol peragraret olympum,
Jane biceps mensem viseretque tuum,
Ereptus terris concessit ad astra beatus
Albertus princeps marchio magnanimus.
Lachesis heu misero quid non tu surripis orbi?
Divaque quam nulli parcere saeva potes?
DILeCtI CeCIDIt CapItIs nostrI ergo Corona
NaMqVe abIt ALbertVs regna beata. patrIs.

Anders ist Albrecht Alcibiades in den Beitr. S. 170 und 171 charakterisirt.

16. Votivbild für König und Kienlein, jetzt bei Nr. 110, Maria und Johannes unter dem Kreuz darstellend, gleichfalls von Lukas Gruneberg oder einem seiner Gehilfen ziemlich gut gemalt, wenn man von den verzeichneten Füßen absieht, 1854 restaurirt. König und Kienlein waren, wie beim 30. Abt berichtet wurde, Mönche in Heilsbronn und miteinander innig befreundet. Sie verfaßten die gleichfalls oben mitgetheilte lateinische Schrift unter dem von ihnen gestifteten Votivbilde, starben beide i. J. 1558 und wurden auf dem Begräbnißplatze vor der Kirche beerdigt. Vgl. Stillfried S. 230.

17. Votivbild für Baureis, die Auferstehung Christi darstellend, jetzt bei Nr. 108. Baureis war Küchenmeister in Heilsbronn, dann Wirth und Verwalter im heilsbronner Hofe zu Nürnberg und starb 1560. Vgl. Stillfried S. 230.

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 264. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/266&oldid=- (Version vom 31.7.2018)