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das jetzt bei Nr. 106 hängende oblonge Ölbild: der Leichnam Jesu im Schoße der Mutter; an der Fußseite Sebastian mit Pfeilen in der Hand und zwei Märtyrerinnen; an der Kopfseite Christophorus und Katharina. Vgl. Stillfried S. 69, 232.

11. Alt. Undecim millium Virginum et S. Innocentium; ehemals bei Nr. 99, jetzt bei Nr. 137. Der 25. Abt Bamberger zahlte i. J. 1513 für Ölbilder außen an diesem Altar 45 fl. Vgl. Stillfried S. 68.

12. Alt. Trinitatis. Stand bei Nr. 105, wurde abgetragen, ein dazu gehöriges, die Trinität darstellendes Ölbild an der Rückwand des Altars Trium Regium, jetzt bei Nr. 140, angebracht. Vgl. Stillfried S. 69.

13. Alt. Petri et Pauli.[1] Stand und steht jetzt wieder bei Nr. 103. Die Skulpturen im Innern (Petrus gekreuzigt, Paulus vom Pferde stürzend) wurden 1510 gefertigt, die Ölbilder außen (Paulus getauft, gefangen, Petrus lehrend und heilend) i. J. 1517. Unten die vier Evangelisten, das Schifflein Petri (oder Christi). Ausführlicheres über diesen Altar s. Bd. I beim 25. Abt.

14. Alt. Johannis Baptistae.[2] Stand bei Nr. 148, wo jetzt wieder ein Altar steht. Der Altarstein wurde 1770 abgetragen. Das Altarblatt ließ 1514 der Abt Bamberger angeblich von Albrecht Dürer malen. Der ganze Altaraufsatz wurde, wie oben berichtet, 1621 an den Kaiser in Prag verschenkt.

15. Alt. Mauritii et Vincentii.[3] Stand zwischen Nr. 152 und 153 neben der jetzigen Orgeltreppe. Die Bilder zu diesem Altar, jetzt bei Nr. 149, worüber oben beim 25. Abt berichtet wurde, illustriren vorzugsweise die Legende vom heil. Mauritius, welcher eine römische Legion befehligte, mit dieser sich in Asien zum Christenthum bekehrte und mit einem Theil derselben nach Europa zurückgekehrt im Jahre 280 auf Befehl des Kaisers Maximinian am Genfer See hingerichtet wurde. Im Altarschrein


  1. Vgl. Stillfried S. 70.
  2. Vgl. Stillfried S. 70.
  3. Vgl. Stillfried S. 69.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 249. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/251&oldid=- (Version vom 31.7.2018)