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6.
Sarkophag Gottfrieds von Heideck[1]

in der Heideckerkapelle bei Nr. 163, beschrieben und besprochen in den Beitr. S. 228 bis 232, seit 1865 kein Hochgrab mehr. Wie die Familie Heideck nach und nach mit Leib und Gut an das Kloster kam, ist oben berichtet worden.


7.
Die burggräflich-kurfürstliche Hauptgruft

bei Nr. 78, erbaut für den Burggrafen Friedrich V., † 1398, dessen Statue auf dem Sarkophagdeckel liegt[2] (s. I, 130–132 und 517–522 beim 19. Abt und Beitr. S. 84). Schon Friedrichs Vater, Johann II. und sein Onkel Albrecht der Schöne wurden an dieser Stätte begraben. Wie der Sarkophag ursprünglich war und wie er unter dem Markgrafen Georg Friedrich in den Jahren 1566 bis 1573 durch den Maler Gruenberg modernisirt wurde, ist in den Beitr. S. 84–86 und oben I, 517–522 beim 35. Abt ausführlich zu lesen. Traghimmel und Eisengitter, womit man damals den Sarkophag überdeckte und umschloß, wurden neuerlich entfernt.


8.
Sarkophag der Kurfürstin Anna[3] († 1512)

bei Nr. 84. Was die Kurfürstin dem Kloster schenkte und deßhalb verordnete, ist in den Beitr. S. 123–25 und oben beim 25. Abt berichtet worden. Sie konnte in der Hauptgruft, wo man die Markgräfin Sophia soeben begraben hatte, nicht begraben werden; man mußte daher für sie eine neue Grabstätte anlegen. Sie ist auf dem Sarkophagdeckel lebensgroß in Nonnentracht in einer Laube, auf damastzirtem Untergrund liegend, dargestellt, zu den Füßen Löwen und Hündchen, unter den gekreuzten Händen ein Rosenkranz, um den Hals der Schwanenorden, auf


  1. Vgl. Stillfried S. 195.
  2. Anders Stillfried S. 162.
  3. Vgl. Stillfried S. 138–143.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 228. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/230&oldid=- (Version vom 31.7.2018)