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Freundschaftsversuche mit Drohungen und Schmähungen gelohnt hat. Daß es nicht an ihm lag, wenn wir jetzt nicht wieder schaudernd die Greuel früherer Jahrhunderte im deutschen Westen erlebten, sondern ausschließlich nur an der heldenhaften Tapferkeit unserer Heere.

Nicht, daß wir dem Franzosen die schmutzige und unwürdige Form des Hasses, die er uns entgegenbringt, mit Gleichem vergelten wollen. Unser Haß steht höher! Sei rein. Sei deutsch. Unser Haß heißt Tat! Tat heißt Sieg! Der letzte Sieg über Frankreich nach so viel Blut und Not der Jahrhunderte! Der Sieg, der uns und denen, die nach uns sein werden, für immer die Ruhe vor dem ruhelosen Nachbar im Westen sichert. In diesem Sieg dürfen wir uns durch nichts beirren lassen! Die härtesten Friedensbedingungen sind die menschlichsten, weil sie allein erneute Kriege von drüben verhüten können und verhüten werden.

Als unsere Väter 1870 dem Tiger überm Rhein die Krallen beschnitten hatten, da stellten sie zu Ruhm und Ehren des neuen Deutschen Reiches das Denkmal der Germania auf dem Niederwald auf.

Sie schaut nach Westen, dem Feind ins Auge, während sie sich die Kaiserkrone aufs Haupt setzt, und ihre Hand hält das Schwert. Möge das deutsche Schwert nun zum andern- und letztenmale den großen Morgen, den deutschen Frieden bringen, von dem der Dichter singt:

„Es war in diesem Kriege
Mit uns nur Gott allein!
So soll denn auch der Friede
Ein deutscher Friede sein!“

Das wollen wir! Das hoffen wir! Daran glauben wir, wie nur Menschen an etwas glauben können. In diesem Glauben werden wir siegen!


Druck: Otto Elsner A.-G., Berlin S42, Oranienstr. 140/42.


Empfohlene Zitierweise:
Rudolph Stratz: Frankreich (Vortrag von Rudolph Stratz). Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917, Seite 18. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Frankreich.pdf/18&oldid=3311596 (Version vom 31.7.2018)