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guten Ton der damahligen Zeit. Viele Unannehmlichkeiten waren davon die natürliche Folge, und Hanns von Seckendorf muß dieses sehr wohl eingesehen haben, denn er forderte im Jahr 1531 am Montage nach Martini seinem Sohn Casimir folgenden schriftlichen Revers ab, welcher um seines merkwürdigen Inhalts willen, als ein Beleg zu den damahligen Sitten, hier gewiß vorzüglich eine Stelle verdient.

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„Ich Caßimir von Seckendorff Aberdar Bekenne offentlich mit diesem Brieff daß ich auß Beweglichen nothwentigen Vrsachen zue erhaltung Meiner Eren Leibs vnndt Gutz, mit gutem freyem willen unbezwungen, Meinem lieben Herrn undt Vatter Herrn Hannßen von Seckendorff Aberdar Ritter etc. zugesagt vnnd versprochen hab vnndt thw das hiermit, mit Krafft diz Brieffs, das Ich in Sechs Jaren den Nesien kein zutrinken thun soll Noch will, weder halbe noch ganze, Noch kein Gemessene Viell oder wenig vnndt Kain geverdt darin gebrauchen, wy das yemandt erdencken kan, In Kain Weiß vnndt solichs also unabröchlich zu halten; So hab Ich daß also Meinen Lieben Herrn vnndt Vatter, bey meinen Ern vndt treuen zugesagt vnnd mit hanndt gebenden treuen mit der hanndt Geschrieben gelobt on alle Geverdt vnndt das zw warem Urkundt so hab ich Mein aigen Insigel zu ent der Schrifft auf diesen Brief Getruckt