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Casimir bey seiner vorgewesenen Vermählung im Jahr 1518 an Hannßen von Seckendorf erließ, hier eingerückt zu werden.

„Caßimir von Gottes Gnaden Marggraf zu Brandenburg Vnnßern gunstlichen Grus zuevor Lieber, getreuer, Wir geben Dir zu erkennen, daß Wir gestern Sambstags hie zue Wien einkommen sindt, dergleichen ist die praut am Donnerstag nechst vererschienen, hie auch ankommen, vnndt Wir haben fürgenommen, vff Dinstag schirst mit der praut hie auff zu sein vnd Inn ein Statt zu ziehen, Vlmiz genannt, dahin man vonn Wien auß drey vnndt zwanzigck meyl wegs rechennt, daselbst zu Vlmiz soll vnns Königlicher Würdt vonn Polen pottschafft annemen, auch wollen wir (da) zuvor die Heiligenn Zeit verharren Nemblich bis uff den andern Heiligen Osterfeiertag, vnnd vnns darnach erhebenn, vnd den nechsten gein Krakaw ziehen, dohin wir von Vlmiz Siben vnndt zwanzigck meill wegs haben, und die Hochzeit wirt vff den andern Sonntag nach Ostern, das ist der Sonntag Misericordia domini genannt, wollen wir dir wißen zu habe, gnediger Meinung nit verhalten Datum Wien am Sonntag Iudica Anno etc. xviij°°.“

Caßimir manu ppria.     


Hiebey befand sich ein Postscript von des Marggrafen eigner Hand folgenden Inhalts: